An diesem TUM-Mittwoch besuchten wir das MSE der TU-München und erhielten so weitere Einblicke in das Studienleben.

Um 10 Uhr wurden wir vom Studiendekan Prof. Koutsourelakis begrüßt.

Daraufhin wurde uns das studium MINT vorgestellt, welches durch ein zusätzliches Sommersemester die angehenden Studenten auf ein Bachelorstudium vorbereitet und somit wichtige Grundlagen im Bereich der Naturwissenschaften schafft und vertieft. Außerdem bietet die School of Engineering (MSE) das Intensivstudium Ingenieurwissenschaften an. Nach erfolgreichem Abschluss und Erhalten des Bachelor of Science, bietet sich einem somit eine größere Auswahl an weiterführenden Masterstudiengängen als an herkömmlichen Studiengängen.

Die Forschung des MSE konzentriert sich auf den Umgang mit Energie. Im Rahmen dessen wurde uns ein Vortrag von Dr. Keim zu „Tiefengeothermie – Schlüssel zur Wärmewende“ präsentiert.

Als Tiefengeothermie bezeichnet man die Nutzung der Erdwärme ab der Tiefe von 400m. Diese Form von Energiegewinnung ist ortsabhängig, wobei Temperatur und Wasservorkommen zu berücksichtigende Faktoren sind. Als großer Vorteil erweist sich ihre ständige Verfügbarkeit. In Deutschland ergibt sich das Molassebecken als geeigneter Ort, da es die vorherig genannten Kriterien erfüllt. Jedoch sind bis heute nur wenige Anlagen zur geothermischen Stromerzeugung in Betrieb.

Sicht auf das Labor von oben

Ein weiterer Programmpunkt war die Besichtigung des Labors, in dem der Energie- und Stromverbrauch von vier Häusern durch Simulation gemessen wird.

Anschließend hat uns Herr Baur sein Forschungsprojekt zu Low-Tech Kleinwasserkraftanlagen für das Land Nepal nähergebracht. Dafür reiste er mit seinem Forschungsteam unter anderem in Teile des Landes, wo kein Anschluss zum zentralen Stromsystem besteht und setzten sich mit entscheidenden Fragen wie beispielsweise Materialbeschaffung, Transportmöglichkeiten und Herstellungsmöglichkeiten auseinander. Nach einiger Zeit erwies sich ein aus Blech bestehendes Wasserrad als beste Möglichkeit zur Stromerzeugung. Außerdem gibt es den Kurzfilm „Eigentlich wollten wir nur Bergsteigen – Nepal Waterwheel Project“, der das Projekt zusammenfasst ( https://www.youtube.com/watch?v=4-jOwai3BPo ).

Zum Schluss bekamen wir noch eine Führung durch das Forschungszentrum für weiße Biotechnologie, das auf die Prozesse zur Kultivierung von Bakterien ausgerichtet ist. Als Beispiel wurden uns Bakterien genannt, die Proteine der Spinnenseide produzieren können.

Zentrifuge zur Bearbeitung der Bakterien

 

 

Amrei Böddeker & Corina Corneanu