Am Mittwoch den 8.1.2020 hat das TUMKolleg die School of Education der TUM besucht. Im höchsten Stockwerk der Marsstraße 20 waren wir privilegiert, mit dem schönsten Blick auf die Innenstadt von München Einblicke in die Einrichtung und ihre verschiedenen Kompentzbereiche samt Attaches zu erlangen. Dies geschah mit vier informativen und anschaulichen Vorträgen über verschiedene Fachbereiche.

Frau Dr. Jutta Möhringer, Leitung des TUMKollegs

Nach einer warmen Begrüßung um 9:00 hörten wir eine Präsentation über die Geschichte und Aufgaben der TUM School of Education von Frau Dr. Jutta Möhringer. Sie erzählte von der Gründung der erst 10 Jahre alten Institution und deren Gründungsidee. Damit ist sie eine der jüngsten Forschungseinrichtungen an der TUM, zuständig für die effektive Ausbildung neuer Lehrkräfte, welche ihre Schüler nicht nur mit Fachwissen, sondern auch mit pädagogisch wertvoll in ihrem Umfeld Unterstützen. Mit ihrem Vortrag hat sie sicherlich einige Schüler des TUMKollegs dazu gebracht, über Anstellung als Lehrer nachzudenken und unsere Lehrer in ihren Karriereentscheidungen unterstützt. Auch hat sie die soziale Komponente des Lehrens deutlich hervorgehoben und Vorschläge für dessen Implementierung in das bestehende Bildungssystem gebracht.

Nach diesem spannenden Vortrag folgte eine Vorstellung der PISA-Studie, durch Fr. Dr. Jennifer Diedrich. Diese wird alle drei Jahre durchgeführt, mit drei Basiskompetenzen – Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften, von denen abwechselnden immer eine die Hauptdomäne darstellt. Zusätzlich gibt es bis zu einer innovativen Domäne. . In der letzten Erhebung in 2018 wurden die knapp 600.000 Schüler weltweit besonders auf ihre Lesekompetenz geprüft. Die Vortagende hat hierbei die Hintergründe der Auswertung der Prüfungsergebnisse dargelegt und die Ergebnisse der Studie beschrieben und einige der Werte mit uns analysiert. Außerdem ist sie auf die möglichen und nicht möglichen Schlussfolgerungen aus den Daten eingegangen. So kann zum Beispiel der sozio-ökonomische Status, der „Trend“, die Streuung auf den einzelnen Kompetenzstufen und ein internationaler bzw. kompetenzenorientierter Vergleich erschlossen werden. Persönliche bzw. schulinterne oder länderspezifische Daten sowie alle anderen Klassen ausschließlich der 9. Jahrgangsstufe werden hierbei nicht ausgewertet. Ein besonderes Augenmerk wird außerdem auf Fairness gelegt, die durch ein kompliziertes Erstellungs- und Übersetzungsverfahren und einem Feldtest garantiert wird. Abgeschlossen wurde die Darstellung durch ein Wissen vertiefendes Quiz, bei welchen die Partizipanten mit den besten Antworten die PISA-Bände der letzten Erhebungen gewonnen haben

Austesten der Eye-Tracking Brille von einem Schüler unter Instruktion des Experten Christian Kosel

DIe experimentelle Methode des Eye-Trackings wurde uns anschließend von dem wissenschaftlichen Mitarbeiter der TUM Christian Kosel vorgestellt. Bevor wir in die Thematik eingeführt wurden, wurden die problematischen Umstände von Experimenten in den Humanwissenschaften vergegenwärtigt: Ethische Richtlinien, gewisse Störvariablen aber vor Allem der Mensch als „Black Box“ machen nötige Experimente mit Menschen extrem anspruchsvoll, wenn nicht sogar unmöglich. Die letze Hürde kann man einen Spalt breit herabsetzen, indem man die Blickbewegung analysiert und so einen zutreffenden Einblick in die bewussten und unbewussten Vorgänge des Menschen erhält. Nach einer Vertiefung in die Fuktionsweise des modernen Eye-Trackings mithilfe einer Brille und verschiedenen Lasern zur Blickrichtungsbestimmung anstatt eines komplett festgeschnallten Kopfes, so wie es früher der Fall war, lernten wir über den Anwendungsbereich in der Forschung. Zum Beispiel um die Aufmerksamkeitsverteilung der Lehrer im Unterricht zu messen und daraus Schlüsse auf deren Einschätzungsfähigkeiten und mögliche Verbesserungen zu ziehen. Verschiedene themenverwandte Studien wie „Interaction“ wurden auch erwähnt. Darauffolgend ermöglichte der Experte einem der Schüler das Tragen einer Eye-Tracking Brille. Mit dieser durfte er dann überprüfem, wie er auf diverse optische Stimuli reagierte.

Anschließend wurde der lehrreiche Tag durch eine kurze Mittagspause (12:15 – 13:15) unterbrochen.

Johanna Burghardt (rechts) und Mitarbeiterin

Den krönende Abschluss bildeten Johanna Burghardt, eine Mitarbeiterin  und drei Studenten aus verschiedenen Fakultäten. Frau Burghardt berichtete über den sozialen und organisatorischen Rahmen eines Studiums an der TUM. Angefangen hat sie mit der Studienorientierung, die uns bei der Wahl eines Studiengangs mit Sicherheit helfen wird. Das Programm „Schritt für Schritt zum Studium“ war besonders im Fokus dieses Vorbereitungsprozesses. Die 150 Jahre alte TU München mit 42.000 Studenten, 172 Studiengängen, 15 Fakultäten und 5 Standorten wurde dann noch einmal als Gesamtes beleuchtet. Das Studiensystem mit dem Bachelor (6-8 Semester) und dem Master (2-4 Semester) sowie alle hiervon ermöglichten Karrierelaufbahnen wurde erläutert. Schlussendlich wurden noch die Berwerbungszeiten, Zulassungverfahren und Finanzierungsmöglichkeiten in Zusammenhang mit den Studienkosten aufgezeigt.

Mit dem Studierendenleben an der TUM wurde das

Die drei Studenten Jan, Nico und Justus (von links nach rechts)

Wort an die drei vortagenden Studierenden übergeben. Unter dem Motto visiTUM „Was will ich studieren?“ haben sie ihre Erfahrungen mit uns geteilt. Angefangen hat Jan, ein Masterstudent an der Fakultät Mathematik. Seinen Studiengang stellte er mit großer Begeisterung und Überzeugungskraft dar. Darauffolgend präsentierte Nico, der TUM-BWL Masterstudent, seinen sehr international geprägten universitärem Bildungsweg. Der 7.-Semester-Student Justus bildete mit seinem Beitrag über das vielseitige und erfüllende Medizinstudium den Abschluss.

Damit endete unser kurzweiliger und lehrreicher Besuch an der TUM School of Education, der uns einen erweiterten Blick auf die TUM und die von ihr dargebotenen Möglichkeiten für Forschungsarbeiten gegeben hat.

Das TUMKolleg 2019/21 bedankt sich bei allen Organisatorinnen und Organisatoren und Beteiligten, die diesen erkenntnisreichen Tag ermöglicht haben, für diesen spannenden Tag.

Julie Hammes & Helmut Voges