Am 30. September 2020 durften wir vormittags einen sehr interessanten Einblick in die Handlungsfelder der TUM School of Governance erhalten und nachmittags einen Englisch-Kurs besuchen. Aufgrund der derzeit geltenden Hygieneauflagen fanden beide Veranstaltungen im großen Hörsaal der TUM School of Education statt.

Bereits im Vorfeld des Besuchs setzten wir uns mit der Fragestellung auseinander, welche Rolle Politik, Technologie und Gesellschaft in der Zukunft spielen und welche Entwicklungen jeweils zu einem positiven oder einem negativen Szenario für das Jahr 2050 führen werden.

Prof. Dr. Miranda Schreurs, eine vielseitig gebildete US-Politikwissenschaftlerin, die unter anderem von Angela Merkel zum Beitritt zur Deutschen Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung vorgeschlagen wurde, regte uns hierbei an, über die unterschiedlichen Aspekte dieser Thematik zu diskutieren und uns auszutauschen.

Dabei lieferten wir viele interessante Beiträge, unter anderem der Einfluss der künstlichen Intelligenz auf die weitere Entwicklung der Technik und damit auch auf die Arbeitswelt. Ebenso die Spuren, die die vergangenen Monate mit COVID-19 bei uns hinterlassen hatten, flossen in die unterschiedlichen Zukunftsszenarien mit ein, die kritisch beleuchtet wurden.

Im Anschluss daran zeigte uns Frau Schreurs anhand der „Tragedy of the Commons“, wie schwierig es ist, mehrere unterschiedliche Parteien bzw. Länder und deren Ziele und Anschauungen zu vereinen. Dazu wählte sie das Beispiel einer allgemein zugänglichen Wiese, auf der sechs Bauern jeweils eine Kuh grasen ließen, die dann 20 Liter Milch gab. Wenn aber nun mehr als zwei Bauern eine weitere Kuh auf die Wiese stellten, hatten alle Kühe weniger Gras und gaben so weniger Milch. Die Fragestellung, wie mit diesem Problem umgegangen werden sollte, wurde anhand mehrerer möglicher Szenarien von uns diskutiert.

Die Grundstruktur dieses Problems wurde danach von Frau Schreurs auf die Thematik des Klimawandels übertragen, um uns zu veranschaulichen, wie schwierig es ist, alle Länder zu einem gemeinsamen Vorgehen wie der Klimaneutralität zu bewegen, da die unterschiedlichen Länder natürlich ganz verschiedene Voraussetzungen (wie z.B. Einwohnerzahl, Wirtschaftswachstum etc.) mitbrachten, wodurch sich nicht immer die gleichen Prioritäten ergaben.

Quelle: Danial Arbabi
Den Schülerinnen und Schülern wird die „Tragedy of the Commons“ am Beispiel von Farmern und Kühen nähergebracht.

Nach der Mittagspause folgte dann um 13:30 Uhr ebenfalls im großen Hörsaal der TUM School of Education der Englisch-Kurs mit Frau Dr. Tatjana Muth, die bereits seit mehreren Jahren die Schülerinnen und Schüler des TUMKollegs dabei unterstützt, ihre Englischkenntnisse zu erweitern, um sich z.B. für ein Auslandspraktikum zu bewerben.

Quelle: Danial Arbabi
Debatten zwischen Schülerinnen und Schülern über ihre Meinung, wie der Klimawandel die Zukunft beeinflussen wird.

Zunächst sollten wir uns, unsere Vorlieben sowie unsere Zukunftspläne vorstellen. Anschließend haben wir gelernt, wie ein möglicher Arbeitgeber aus unseren Hobbys und Aktivitäten bestimmte Arbeitskompetenzen herauslesen kann. Darüber hinaus hat Frau Muth acht wichtige Regeln zum Schreiben eines Lebenslaufs in Englisch erläutert.

Zum Schluss erhielten wir bis nächste Woche einen Arbeitsauftrag, der die Fertigstellung eines CV (lat.: curriculum vitae, dt.: Lebenslauf) beinhaltet.

Für diesen sehr abwechslungsreichen und informativen Tag möchten wir uns im Namen des ganzen TUMKollegs neben den Organisatoren Frau Häusler und Frau Kaden vor allem natürlich bei Frau Schreurs und Frau Muth bedanken. Durch die wertvollen Anregungen und Denkanstöße von Frau Schreurs erhielten wir eine neue Sichtweise darauf, wie Politik funktioniert, und mit welchen Themen und Fragestellungen sich diese auseinandersetzen muss. Frau Muth schloss diesen ereignisreichen Tag mit einer englischen Bewerbung schön ab. Wir freuen uns auf die nächsten Stunden, in denen wir mit Ihnen unsere Englisch Kenntnisse verbessern können.

Danial Arbabi und Wojciech Chmura