Besucht haben wir an diesem Mittwoch höchstens unseren Schreibtisch, da diesmal die Vorträge wegen der derzeitigen Corona-Lage lediglich als Online-Veranstaltung abgehalten werden konnten. Nichtsdestotrotz wurde uns die TUM School of Management nicht vorenthalten.

So begann der Tag mit einer Einführung in die Fakultät, deren Hauptgebäude wir zum Glück am 07.10.2020 beim Besuch der Fakultät Architektur bereits von außen sehen durften. Der Anfangsgedanke, dass es sich hier um ein reines BWL-Studium handle, wurde von Prof. Dr. iur. Philipp Maume schnell beseitigt, da, wie sich herausstellte, das TUM-BWL-Studium ein naturwissenschaftliches bzw. technisches Nebenfach, wie z.B. Chemie oder Informatik, beinhaltet. Zusätzlich waren wir überrascht zu hören, wie populär diese Fakultät mit ihren ca. 5500 Studierenden eigentlich ist, auch wenn man intuitiv vermuten würde, dass es bei einer technischen Universität ein größeres Interesse für die reinen Naturwissenschaften gäbe. Daraufhin erzählte uns Prof. Dr. Maume noch etwas von den Absolventen und ihren Errungenschaften. So kam es überraschend, dass erst vor einigen Wochen ein Start-up eines Absolventen in der „Höhle der Löwen“ erfolgreich präsentiert wurde.

Quelle: Alexej Zolotukhin, Präsentation Prof. Dr. iur. Philipp Maume
Zu sehen im Hintergrund ist das Hauptgebäude der TUM School of Management
Quelle: Alexej Zolotukhin, Präsentation Diplom-Jurist Mathias Fromberger
Die interaktive Plattform „tweedback“

Darauf anknüpfend bearbeiteten wir mit Diplom-Jurist Mathias Fromberger eine Aufgabe, welche Teil der Jura-Vorlesung, und somit für alle BWL-Studierende verpflichtend ist. Hier mussten wir anhand eines Fallbeispiels entscheiden, ob ein Kaufvertrag zwischen einer Verkäuferin und einer 17-Jährigen zustande gekommen ist, indem wir verschiedene Gesetze in Betracht zogen. Interaktiv wurde dieser Vortrag durch das Verwenden von tweedback. So konnten wir bei den einzelnen gestellten Fragen selbst abstimmen und wurden animiert mitzumachen.

Quelle: Alexej Zolotukhin, Präsentation Diplom-Jurist Mathias Fromberger
Das Schema, nach dem wir bei der Aufgabe von Herrn Fromberger vorgegangen sind

Im Anschluss daran hat uns Herr Lars Haffke einen ausführlichen Einblick in den Zeitplan eines TUM-BWL Studenten gegeben, wo uns Arbeitsaufwand sowie der grobe Ablauf des Studiums nähergebracht wurde. Des Weiteren haben wir vielfältige Berufsfelder kennen gelernt, in denen nach einem TUM-BWL Studium gearbeitet werden kann, zum Beispiel als klassischer Unternehmensberater, aber auch als Mitarbeiter oder Gründer eines Start-ups. Ein wichtiger Teil einer Technischen Universität ist auch die Forschung, natürlich auch in der School of Management, die allerdings von der klassischen Vorstellung eines Labors abweicht. Die empirische Forschung setzt sich aus der qualitativen sowie quantitativen Forschung zusammen, wobei einerseits qualitativ ein konkretes Phänomen in der Wirtschaft betrachtet wird, andererseits die daraus aufgestellte Vermutung durch Datensammlung und Analyse bestätigt wird. Da wir nicht vor Ort aktuelle Forschung genauer unter die Lupe nehmen konnten, hat uns Herr Lars Haffke einen Einblick in seine laufende Promotion gegeben. Er forscht an der Geldwäscheprävention verschiedenster Unternehmen. Qualitativ werden Unternehmen dazu benutzt, Schwarzgeld, durch Kauf und Verkauf von beispielsweise Autos, zu waschen. Quantitativ sammelt Herr Haffke Daten von Unternehmen durch einen Fragebogen, um zu erfassen, wie sie sich vor Geldwäsche schützen.

Quelle: Alexej Zolotukhin, Präsentation Lars Haffke
Visuelle Veranschaulichung verschiedener Möglichkeiten der Geldwäsche

Wir bedanken uns herzlich bei den Organisatoren. Dank der interessanten Vorträge und der flexiblen Umplanung konnten wir einen vollwertigen Eindruck auch von zu Hause aus mitnehmen.

Alexej Zolotukhin und Kilian Angermüller