Aufgrund der Nähe zur technischen Industrie Münchens ist die Fakultät für Maschinenwesen mit ca. 4000 Student_innen und 39 Lehrstühlen eine der größten der TUM. Dabei zeichnet vor allem die Vielfalt der Ausbildungsbereiche das Maschinenwesen aus: Von Robotik über Bioengineering bis hin zur Luft- und Raumfahrt ist alles dabei. Am 25.11.2020 war unser Besuch an eben dieser Fakultät im Zuge des Studium Generale geplant, konnte aber leider wieder nur virtuell per Videokonferenz stattfinden.

Quelle: Fakultät für Maschinenwesen
Das große und lichtdurchflutete Gebäude der Fakultät
Quelle: Jonas Grau
Umfrage zum Vorwissen auf Miro, zu sehen: die Antworten der Schüler_innen

Gleich zu Anfang der Veranstaltung stellte uns Frau Luise Poetzsch, Trainerin für Soft Skills an der Fakultät für Maschinenwesen, die interaktive Plattform Miro vor, mit der wir im Laufe des Vormittags noch viel arbeiten würden. Miro ist eine Art kollaboratives Whiteboard für Gruppenprojekte, bei dem alle Teilnehmer_innen Ideen sammeln und austauschen können. Hier wurde uns die Frage gestellt, was wir denn schon alles über das Studium des Maschinenwesens wüssten. Es stellte sich leider heraus: Nur ein paar wenige wussten z.B. über die Schönheit des Fakultätsgebäudes und die möglichen Nebenfächer des Studiums Bescheid, die meisten hatten allerdings kaum genauere Vorstellungen.

Das sollte sich mit dem Vortrag von Dr.-Ing. Anna Reif, Studiengangskoordinatorin an der TUM, bald ändern. Darin ging es zuerst einmal um verschiedene Produkte, die an der Fakultät erforscht werden, so zum Beispiel einen 3D-gedruckten künstlichen Kieferknochen oder auch das neuartige Verkehrsmittel Hyperloop, bei dessen Optimierung ein Forschungsteam der TUM international immer wieder aufs Neue bestens abschneidet.

Später thematisierte Dr. Reif dann den Aufbau des Studiums „Maschinenbau“ sowie die Berufsaussichten für Master-Absolvent_innen. Wir waren überrascht, wie viele verschiedene Stellen infrage kamen, gerade die Arbeit bei öffentlichen Behörden wie z.B. den Stadtwerken München war für uns interessant. Abgesehen davon haben Ingenieur_innen Jobaussichten in der universitären und nicht-universitären Forschung sowie in der Industrie (z.B. BMW, Siemens), aber auch als selbständige Unternehmer_innen können Absolvent_innen Fuß fassen.

Quelle: Fakultät für Maschinenwesen
Der humanoide Roboter LOLA des Lehrstuhls für Angewandte Mechanik

Den größten Teil unseres TUM-Tages nahm allerdings die originelle Gruppenarbeit unter Leitung von Frau Poetzsch ein: dazu wurden alle Schüler_innen der beiden Gymnasien zufällig auf sechs verschiedene Gruppen aufgeteilt, innerhalb derer sie sich mithilfe des Tools Miro und mehrstufigen Quizfragen Wissen zu Aspekten des Universitätsalltages an der Fakultät für Maschinenwesen aneignen sollten, wobei die Ergebnisse der Kreuzworträtsel, Wikipedia-Safaris und Logosuchaktionen auf einem gemeinsamen Miro-Board festgehalten wurden. Die zweite Gruppenarbeit erfolgte nach dem Prinzip des Expertenpuzzles: Die Schüler_innen bildeten kleinere Gruppen, die sich mit jeweils zwei Lehrstühlen intensiv befassten, um deren aktuelle Forschung und Kooperationen dann später in größerer Zusammenkunft zu präsentieren.

Frau Poetzsch sorgte für einen gelungenen Abschluss, indem sie ein Kahoot-Quiz organisierte, um das angeeignete Wissen noch einmal in Erinnerung zu rufen und die Konferenz abzurunden.

Wir wollen uns bei Dr. Anna Reif und Frau Luise Poetzsch bedanken, die uns trotz der begrenzten Möglichkeiten einer Videokonferenz einen hochinteressanten Einblick in die Fakultät für Maschinenwesen an der TUM gegeben haben sowie bei allen weiteren Organisator_innen, die dafür gesorgt haben, dass dieser TUM-Tag trotz der Umstände so zustande kommen konnte.

Jonas Grau und Johannes Rief