An diesem Mittwoch begrüßt und eingeführt in die Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften wurden wir pünktlich um 9:00 Uhr von Frau Annette Bauer. Durch die Corona-Pandemie konnte die Veranstaltung leider wieder nur online stattfinden. Dennoch fühlten wir uns sehr geehrt als erste Gruppe seit dem Beginn der Pandemie eine Schülerveranstaltung dieser Fakultät besuchen zu dürfen. 

Quelle: Präsentation von Frau Bauer, Laura Full
Der Campus im Olympiapark

Zu Beginn des Vortrags haben wir erfahren, dass in den nächsten Jahren der bisher bestehende Campus aus den 70er Jahren durch einen Neubau ersetzen werden soll. Nach der Fertigstellung wird er einer der modernsten Campusse Europas und zugleich wichtigster Standort für den zentralen Hochschulsport sein, bei dem sich Studierende aus ganz München treffen und gemeinsam sportlichen Aktivitäten nachgehen können. Als nächstes hat uns Frau Bauer, die sich als Fachstudienberaterin bestens mit den Studiengängen auskennt, ein paar dieser Studiengänge vorgestellt. Hierbei hat uns überrascht, dass die Studiengänge sehr naturwissenschaftlich ausgerichtet sind und sich nicht nur, wie man vermuten könnte, mit dem aktiven Ausüben von Sport beschäftigen. Mögliche Bachelorstudiengänge sind der „Bachelor of Science Sportwissenschaften“ und der „Bachelor of Science Gesundheitswissenschaften“. Außerdem bietet die Fakultät zwei Masterstudiengänge an: „Health Science – Prevention and Health Promotion“ und „Sport and Exercise Science“. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit Lehramt zu studieren. Erstaunt hat uns auch, dass man heutzutage keinen Numerus Clausus und keinen sportpraktischen Test mehr für die Zulassung zum Studium benötigt. Die möglichen Berufe sind sehr vielfältig und hängen von den gewählten Studienschwerpunkten ab. Beispiele für Berufsfelder sind Unternehmen im Sektor Gesundheit, das Gesundheitswesen, Sportverwaltungen und vieles mehr.

Nach der Präsentation von Frau Bauer hatten wir die Möglichkeit, Einblicke in das Leben eines Studierenden zu gewinnen, indem wir Louisa und Max all unsere Fragen stellen konnten.

Schließlich hatten wir das Vergnügen Dr. Phil. Fabian Stöcker beim Durchführen von zwei Experimenten zuzusehen. Dabei hat er keinen Aufwand und keine Mühen gescheut, diese Experimente inklusive einer kleinen Tour durch das Labor live zu übertragen. Wobei er und sein Kollege M. Sc. Rafael Krätschmer insgesamt sechs Bildschirme und vier Kameras benötigten.

Während der Führung durch das Labor lernten wir mehrere Geräte für die Forschung kennen, darunter Dynamometer und Ergometer, welche für Rotationstests, Kraftmessungen und Ausdauertests benötigt werden. Verschiedene Kameras können sogar 3D Aufnahmen machen und somit für Bewegungsanalysen genutzt werden. Besonders fasziniert hat uns ein riesiges Laufband für Geschwindigkeiten bis zu 60 km/h.

Quelle: Laura Full
Dr. Phil. Stöcker beim Rundgang durch das Labor
Quelle: Raquel Rivera Amorós
Messwerte zum Stoffwechsel

Von diesem Highlight ging es direkt zum nächsten: Herr Stöcker startete, nach einer kleinen Vorbereitung, das erste Experiment. Bei diesem wurde der Stoffwechsel von Herrn Krätschmer, der sich als Proband zur Verfügung stellte, im Ruhezustand untersucht. Hierbei hat ein Computer das Verhältnis zwischen eingeatmetem Sauerstoff und ausgeatmetem Kohlenstoffdioxid gemessen. Anhand dieses Verhältnisses konnte der Kohlenhydrat- und Fettumsatz im Körper berechnet werden. 

Im darauffolgenden Versuch wurde die Muskelaktivität in den Beinen beim Laufen und beim Springen betrachtet. Dafür sind drei Sensoren an Herr Krätschmers Bein befestigt worden: einer am vorderen Oberschenkel, einer an der Wade und einer am vorderen Unterschenkel. Diese messen den Strom an der Hautoberfläche und senden die Daten an einen Computer, der die Aktivität der Muskeln in Grafiken darstellt. Außerdem wurden Kraftmessplatten zur Messung von dreidimensionalen Kräften verwendet. Abschließend haben wir uns die Auswertungen der Versuche angesehen und waren dazu eingeladen Fragen zu stellen. 

Quelle: Raquel Rivera Amorós
Messwerte zur Muskelaktivität

Wir bedanken uns herzlich im Namen des TUM Kollegs für die spannende Vorstellung der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften. Trotz der aktuellen Bedingungen wurde uns die Möglichkeit gegeben, die Fakultät bei einer Präsentation kennenzulernen, Studierende zu treffen und Versuche aus dem Labor live mitzuerleben.

Raquel Rivera Amorós und Laura Full