Die in dieser Arbeit entwickelte Methode dient der Ausrichtung eines Industrieroboters zu einem Werkstück beim Remote-Laserstrahlschneiden. Dabei handelt es sich um eine relativ neue Methode zum Zerschneiden eines Werkstücks mithilfe eines hochfokussierten Laserstrahls. Der Laserspot wird mit Hilfe eines Industrieroboters und einer Optik auf dem Werkstück positioniert und an den Schnittkanten entlang geführt. Dabei ist der Abstand zwischen Werkstück und Optik von entscheidender Bedeutung. Eine Überschreitung der Toleranz, die bei +-1 mm liegt, führt zu einer sichtbaren Verschlechterung der Schnittqualität. Bisher erfolgte die Ausrichtung noch manuell. Aufgabe war es eine Methode zu entwickeln, die eine automatische Ausrichtung der Optik zum Werkstück ermöglicht. Dabei soll sich die Optik nach dem Vorgang im richtigen Bearbeitungsabstand und parallel zur Werkstücksebene befinden. Dazu wurde ein Abstandssensor am Industrieroboter angebracht. Zur Berechnung der Verdrehung wurden die mathematischen Grundlagen erarbeitet und in einer Testumgebung geprüft. Eine erste Automatisierung erfolgte durch die Implementierung der Grundlagen in MATLAB. Nach einer Optimierung des MATLAB-Codes wurde die Berechnung der Verdrehung in die Robotersteuerung übertragen. Nach abschließenden Verbesserungen des Codes und Tests erfolgte ein automatisches Ausrichten des Roboters. Dabei werden drei Messpunkte vom diesem angefahren und die jeweiligen Abstandswerte manuell an die Robotersteuerung übergeben. Die Roboterssoftware berechnet anhand der Messwerte und der Koordinaten der von ihm  angefahren Messpunkte selbstständig die Verdrehung und gleicht diese aus. Zusätzlich bringt er die Optik in den gewünschten Bearbeitungsabstand, der frei wählbar ist. Optional ist eine direkte Übergabe der Messwerte vom Abstandssensor in die Robotersteuerung.