Am 18.9 war es soweit: Der erste TUM-Tag für das Kolleg 2013-2015 stand an und führte uns direkt in die Fakultät für Chemie. Begrüßt wurden wir dort von Dr. Raimund Marx, der uns auch durch diesen Tag führen würde.

Doch bevor wir richtig loslegen konnten, präsentierte uns Herr Dr. Marx erst noch den Aufbau und die Möglichkeiten an der Fakultät und gab uns auch noch einige Beispiele zu aktuellen Forschungen.

So arbeitet er unter der Leitung von Prof. Dr. Steffen Glasser an der Verbesserung der Kernmagnetressonazspektroskopie, mit deren Hilfe man die Struktur von Molekülen bestimmen kann, was die Entwicklung passgenauer Medikamente in der Medizin sehr erleichtert.

Sehr aufmerksam wurden wir auch bei der Ankündigung eines neuen, noch leistungsfähigeren Computers, einem Quantencomputer, mit dessen Entwicklung man sich ebenfalls an der Fakultät beschäftigt.

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Dann kamen wir schon zu ersten Versuchen. So stellte Herr Dr. Marx mit Hilfe von flüssigen Stickstoff ein leckeres Zitronensorbet her. Nach einigen weiteren Experimenten mit dem fast -200°C kalten Stickstoff durften wir auch ein NMR-Spektrometer, das der Bestimmung der Struktur von Molekülen dient, besichtigen, welches uns nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch die starke Magnetwirkung beeindruckte.

Nach einer Stärkung in der Mensa der TU-München durften wir am Nachmittag auch selbst in einem Labor Baumwolltaschen mit Indigo färben.

Doch zuerst folgte eine Sicherheitseinweisung, während der wir nicht nur mit dem Notfallequipment vertraut gemacht wurden, sondern auch die Möglichkeit hatten, Feuer mit einem CO²-Löscher, der ebenfalls zur Einrichtung eines Labors gehört, zu löschen.

Dann konnten wir zunächst durch Vermischen von verschiedenen, teils unaussprechlichen und nicht ganz ungefährlichen, Chemikalien und anschließendes Abfiltrieren des entstandenen Gemischs, Indigo gewinnen.

P1010636 Um unsere Baumwolltaschen mit diesem Feststoff zu färben, mussten wir nun das Indigo mit Wasser und einigen Chemikalien vermischen und die entstandene Flüssigkeit aufkochen.

Nach mehreren Stunden vor dem Abzug konnte jeder am Ende dieses anstrengenden, aber spannenden, Tags das Labor mit einer selbst gefärbten Jeans-Tasche verlassen.