Am Mittwoch, den 01. Oktober 2013, besuchten wir im Rahmen unseres dritten TUM-Tages das Wissenschaftszentrum Weihenstephan (WZW). Dort sind neben verschiedenen anderen Institutionen auch die Biologie und die sogenannten „Life Sciences“ in der Fakultät für Ernährung, Landnutzung und Umwelt der TU München untergebracht.

Frau Dr. Sandmann begrüßte uns um 10:00 an der Universitätsbibliothek und führte uns zu einem Besprechungsraum im benachbarten Gebäude, wo wir eine ca. einstündige Einführung erhielten. Dabei wurde uns die TU München sowie das Wissenschaftszentrum Weihenstephan näher vorgestellt. Das WZW entstand aus einer Fusion der Fakultäten „Landwirtschaft und Gartenbau“ sowie „Brau- und Lebensmitteltechnologie“ und der Fakultät „Forst“ der LMU. Heute sind dort ungefähr 90 Professoren mit ca. 4200 Studierenden beschäftigt, die auf 30 Studiengänge aufgeteilt sind. Damit ist das WZW nach dem Maschinenwesen die zweitgrößte Fakultät der TU. Insgesamt sind 37% der Studierenden an der TUM in den Naturwissenschaften und den „Life Sciences“ eingeschrieben.

Nach der Einführung führte uns Frau Dr. Sandmann über den weitläufigen Campus. Neben dem Hörsaalgebäude und der Mensa wurden uns auch die Gebäude des „Zentralinstitut für Ernährungs- und Lebensmittelforschung“ (ZIEL), in denen über die menschliche Ernährung geforscht wird, und das Gebäude, in welchem die Forstwissenschaften gelehrt werden, gezeigt.

Nach unserer Mittagspause wurde uns als Abschluss des Besuchs der Studiengang „Nachwachsende Rohstoffe“ besonders detailliert vorgestellt, der Vortragende war extra aus dem Wissenschaftszentrum Straubing, wo dieser Studiengang angesiedelt ist, angereist. Der Vortrag begann mit der Erklärung, dass von den 90 Millionen Barrel Öl, die am Tag verbraucht werden, 10-15% für Plastik und andere Materialien verwendet würden und dass, da ja bekanntlich schon das Fördermaximum überschritten wurde und uns das Öl irgendwann ausgehen wird, Alternativen gesucht werden müssen. Nach diesen Alternativen wird in Straubing in einer Kooperation aus mehreren Universitäten und Hochschulen sowie Vertretern der Industrie geforscht. Die Mitarbeiter der TU München arbeiten hier vor allem an der Forschung im Bereich der chemischen Nutzung, also der Verarbeitung zu Materialien wie z.B. Plastik. Des Weiteren werden dort von den gegenwärtig ca. 150 Studierenden auch erneuerbare Energiequellen und deren Einbindung in das Stromnetz untersucht. Nach einer sehr detailreichen Beschreibung der Einzelheiten dieses Bachelor-Studiengangs endete unser Besuch gegen 14:30.