Am Mittwoch, den 6. November 2013 waren wir, nach unserem Besuch der Biologie in Weihenstephan vor 5 Wochen, beim zweiten, nicht in Garching liegenden Halt unserer Entdeckungstour durch die TU-München.

Der Lehrstuhl für Sport liegt passenderweise im Olympiazentrum.

Da es draußen kalt und nass war, startete unser Tag mit einer erholsamen Aufwärmphase in der „Audi-Lounge“. Dort holte uns ein wissenschaftlicher Mitarbeiter namens Philipp ab. Er ging mit uns in einen Schulungsraum, wo er uns einen kurzen Vortrag über die Laktatdiagnostik hielt.

Im Anschluss konnten wir die eben gehörte Theorie  in der Praxis umsetzen und den Laktatwert von Benedikt, Moritz und Andreas ermitteln.

Laktat ist einen Art Milchsäure, die entsteht, wenn der Muskel nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird. Je weniger bei hoher Anstrengung produziert wird, desto mehr Ausdauer hat man.

Um herauszufinden, wie viel Laktat bei welcher Anstrengung vorhanden ist, macht man eine Laktatdiagnostik. Diese kann auf verschiedenen Geräten stattfinden. Bei uns fuhren Andreas und Moritz Rad und Benedikt lief auf dem Laufband. Während der Testphase wird die Anstrengung stetig in einem bestimmten Intervall linear erhöht. Vor dem Test und nach jedem Intervall wird ein wenig Blut vom Ohr entnommen, der Puls gemessen und der Sportler nach seinem Belastungsempfinden nach der Bohr Skala gefragt. Durch das Blut enthält man den Laktatgehalt nach jeder Stufe.

Borg-Skala

Nach der Auswertung haben wir die Ergebnisse mit Hilfe eines Computerprogrammes graphisch dargestellt.

Auswertung

Dem Graphen kann man jetzt entnehmen, bei welcher Anstrengung man seine Grundausdauer erhöht. Da es aber sehr aufwendig wäre, beim Training immer wieder Blut abzunehmen, misst man, wie vorhin schon erwähnt, den Puls. Durch den festgestellten Zusammenhang zwischen Puls und Laktatwert kann man sagen, dass der Sportler bei beispielsweise 160-180 Schlägen pro Minute seine Ausdauer am effektivsten trainiert.

Dieser Test gibt nur Aufschluss über das Ausdauerverhalten. Für die Faktoren Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit und Koordination müsste man andere umfangreiche Tests durchführen, die unseren Zeitrahmen heute gesprengt hätten. Leider!