Am Mittwoch, den 11.12.13, betraten wir, nachdem wir die Fakultät für Mathematik schon zweimal besucht hatten, das Mathe-Informatik-Gebäude der TU München, um uns über die Informatik zu informieren. In insgesamt 3 Teilen lernten wir aktuelle Projekte kennen, beschäftigten uns mit algorithmischen Lösungen aus einem Labyrinth zu entkommen, und erfuhren einen kurzen Einblick in das Berufsbild eines Informatikers.

SkelettDer Tag begann mit einer Stunde im ITüpferl, dem Mini-Museum, in dem die verschiedenen Fakultäten der Informatik wechselweise ihre Forschungsergebnisse ausstellen. Da aktuell die Medizininformatik an der Reihe ist, wurden wir vom dort beschäftigten Doktoranden Hr. Kehl durch die Ausstellung geführt. Neben einem Ultraschallgerät und verschiedenen allgemeinen Ausstellungsstücken war das Highlight ein interaktiver Bildschirm. Hierbei wird der Benutzer von einem Kinect-Sensor erfasst und kann anschließend mit seinem Körper ein Skelett steuern oder seine Organe betrachten.

FloTascheWebDanach verbrachten wir mehrere Stunden mit den beiden sympathischen und engagierten Studenten Flo und Jan, die mit uns Schritt für Schritt einen Algorithmus entwickelten, um sicher aus einem Labyrinth zu entkommen. Nach ein paar komplexeren Vorstellungsspielen, die uns geistig warmlaufen ließen, fingen wir an, Anweisungen zu entwickeln, mit denen man mit verbundenen Augen aus einfachen Tischirrgärten entkommen könnte. Nach mehreren Fehlversuchen, Aufstellungen und Hinweisen kamen wir dann auf die gesuchte Vorgehensweise, die man den Pledge-Algorithmus nennt. Zu unserer Überraschung wurde dieser Algorithmus von einem Zwölfjährigen entdeckt. Nach einem erfolgreichen Test setzten wir uns dann an die Laptops und versuchten in einer Java Umgebung einem Hamster die einfachen Schritte beizubringen. Wer früh genug fertig war konnte sich darin versuchen, seinen Quelltext zu optimieren, um unnötige Schritte und Drehungen zu vermeiden und so schnell wie möglich aus dem Irrgarten zu gelangen.

 

Im Anschluss an diesen tollen Workshop versuchte uns der Informatikbotschafter Dr. Gerhard Popp von den Stadtwerken München sein Berufsbild als Informatiker zu vermitteln, verschiedene Berufspfade zu erläutern, einen Ausblick auf die Schwierigkeit des Informatikstudiums zu geben, und mit dem Klischee des koffeinbetriebenen, alleine in seiner Ecke sitzenden Programmierers aufzuräumen, da in der Realität Kundengespräche, Konzeption und Teamarbeit das Aufgabenspektrum definieren.

Nach einer abschließenden Feedbackrunde endete einer unserer wohl längsten, jedoch größtententeils sehr interessantesten TUM-Tage.