Am 8. Januar, dem ersten TUMTag des neuen Jahres, besuchten wir einen Workshop über wissenschaftliches Arbeiten an der TUMSchool of Education. Dort wurden wir von den beiden wissenschaftlichen Mitarbeitern Frau Mattern und Frau Jahn begrüßt und nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurden uns zunächst einige wichtige Grundbegriffe fürs wissenschaftliche Arbeiten erklärt. Dabei lernten wir auch die Vorgehensweise für eine wissenschatliche Arbeit kennen, bei der man zuerst Hypothesen aufstellen sollte, um diese dann durch Beobachtungen und Experimente zu falsifizieren. Misslingt dies, ist die Theorie anderen Theorien überlegen, man kann aber nicht garantieren, dass die Theorie auch in der Zukunft richtig ist.

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Als Nächstes beschäftigten wir uns mit wissenschaftlichen Fragestellungen, bei denen man zwei Typen unterscheidet. Es gibt Fragen, bei denen man etwas vorhersagt und beschreibt, auf der anderen Seite sucht man auf bestimmte Fragen Erklärungen und untersucht zum Besipiel den Effekt, den ein Objekt x auf ein anderes Objekt y verursacht. Da jeder aus dem TUMKolleg eine eigene Forschungsarbeit schreiben wird, überlegten wir Fragen für sein mögliches Forschungsthema. Dabei muss man seine Frage soweit wie möglich präzise formulieren und die Fragestellung sollte auch eine bestimmte wissenschaftliche Tragweite beinhalten.

Damit wir auch später möglichst viele und gute Informationen zu unserem  Thema recherchieren können besuchten wir einen Literaturrecherche-Workshop in der Universitätsbibliothek der TUM am Stammgelände. Dort wurden wir von einer Mitarbeiterin der TU begrüßt und teilten uns in Gruppen, die jeweils Aufgaben zu verschiedenen Recherchemöglichkeiten bearbeiteten. Die TUM hat für ihre vielen Bibliotheken spezielle Kataloge und Datenbanken, aus denen man sich Bücher auch aus anderen Bibliotheken zuschicken und ausleihen kann. Am Ende präsentierten die Gruppen ihre jeweiligen Suchstrategien der Klasse.

Danach gingen wir in das Archiv, das selbst Studenten nicht betreten dürfen. Dort werden Tausende von Büchern und Zeitschriften aufgehoben und durch ein spezielles Beförderungssystem in die Bibliothek hinauftransportiert. Zum Abschluss besichtigten wir die Universitätsbibliothek und erhielten unsere Ausweise, mit denen wir Bücher für unsere Arbeiten ausleihen können.

Nach einer einstündigen Mittagspause stellten wir in der TUM School of Education unsere zuvor erarbeiteten Fragestellungen vor und diskutierten diese bezüglich der Umsetzung. Anschließend überlegten wir uns passende Experimente für unsere Arbeiten. Wir lernten, dass es in einem Experiment unabhängige Variablen (Einflussgrößen) und abhängige Variablen (Kriterium, um den Einfluss einer unabhängigen Variable zu messen) gibt. Zudem muss man auf Störfaktoren aufpassen, die bei einem chemischen Experiment zum Beispiel Temperatur und Druck sein können und somit das Ergebnis beeinflussen können.

Als Letztes gaben uns die wissenschaftlichen Mitarbeiter Frau Mattern und Frau Jahn einen Ausblick auf das Schreiben einer Forschungsarbeit. Zuerst führt man in das Thema ein und entwickelt Hypothesen. Danach werden die in einem Experiment gewonnen Ergebnisse übersichtlich dargestellt und davon abhängig die Hypothesen bestätigt oder abgelehnt. Abschließend werden die Ergebnisse interpretiert und mögliche weitere Forschungsfragen erstellt und zum Schluss wird die gesamte Literatur, die man verwendet hat, angegeben.

Gegen 16 Uhr endete schließlich ein langer, aber sehr interessanter und wichtiger Tag für unsere Forschungsarbeit an der TUM School of Education.