Am 23.11.2016 besuchte das TUMKolleg die TUM School of Management in der Münchner Innenstadt. Nach einer kurzen Begrüßung durch Prof. Dr. Ernstberger wurde uns zuerst die Geschichte der Fakultät und einige aktuelle Zahlen vorgestellt. Mit mehr als 4500 Studierenden ist die Fakultät eine große an der Uni und findet immer mehr Zuwachs. Schon 1922 gab es die erste Managementausbildung an der Münchner Universität. Damit war die Uni eine der Ersten. Deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass die fünf Institute weltweite Anerkennung genießen und auch sonst mit vielen Preisen ausgezeichnet sind. Ein anderer Grund dafür ist die technische Komponente, die das BWL-Studium an der TU so besonders macht. Rund 30% des Studiums haben nichts mit Management zu tun, sondern sind voll für andere Themengebiete reserviert. Studienabgänger, meist mit Bachelorabschlüssen, haben nicht nur theoretische, sondern auch praktische Erfahrung und sind besonders für die Arbeit in der Realität gerüstet. Deswegen sind die Studenten auf dem Arbeitsmarkt so beliebt und werden vom vielen Firmen umworben. Neben hohen Gehältern gibt es natürlich auch gute Aufstiegsmöglichkeiten, Management ist schließlich sehr wichtig und vielseitig. Nachdem uns die allgemeinen Informationen erzählt wurden, ging es erst richtig los. Über ein kleines Anwendungsbeispiel wurden uns anschließend die Vorgehensweisen der Forscher erläutert. Zuerst werden meistens großflächige Umfragen durchgeführt, die durch den Einsatz von Computern ermöglicht werden. Es müssen nämlich immer sehr viele Antworten untersucht werden, um genaue Werte zu erhalten. Dabei fallen natürlich große Datenmengen an. Die Arbeit mit Umfragen ist der Grund, warum die Forschung auf diesem Gebiet meistens nur auf ungefähre Werte hinausläuft, aber niemals 100% sichere Ergebnisse liefert. Das liegt auch daran, dass zu wenige Leute an Befragungen teilnehmen, was die Ergebnisse in ihrer Korrektheit verzerrt. Auch Falschantworten sind ein großes Problem, das aber durch Anonymität im Griff gehalten wird.  Nach diesem interessanten Vormittag wurden wir erst einmal in die Mittagspause entlassen. Danach begann der praktische Teil des Programms.

Der Nachmittag brachte ein Spiel und einen Vortrag von Dr. Andreas Ostermeier, in dem es unter anderem um die Variationen dessen ging. Das sogenannte „Ultimatum Game“ ist ein Kurzes Spiel, durch das heraus gefunden wird, wie ökonomisch und rational Menschen unter verschiedenen Bedingungen handeln. Beispiel: Angenommen Person A hat 100€ von einem Außenstehenden geschenkt bekommen. Es gibt im Spiel eine Person B, die auf Angebote der Person A eingeht. Person A hat jetzt die Möglichkeit, der Person B Geld zu schenken und darf dafür das restliche Geld behalten. Andererseits, wenn Person A sagt, dass er Person B gar nichts von den 100€ abgeben will, dann darf Person A das Geld nicht behalten. Jetzt könnte man denken, Person A wäre schlau, wenn er Person B einen möglichst geringen Betrag schenken würde (bspw. 1€) und dann die restlichen 99€ selbst einstecken würde. Person B könnte seiner Meinung nach froh sein, dass er 1€ geschenkt kriegt, denn 1€ ist mehr 0€. Aber!!! Ab diesem Zeitpunkt kommt der Neid der Person B ins Spiel, durch den entschieden wird ob der Handel zustande kommt oder nicht. Denn oft ist es so, dass wenn Person B nur einen geringen Betrag kriegt, dann wird sie neidisch und gönnt Person A nicht den Löwenanteil und damit findet das Geschäft nicht statt, was zur Folge hat, dass keiner Geld bekommt. Dieses Spiel wurde erstmals 1982 experimentell umgesetzt. Seit dem wird es unter  verschiedenen Bedingungen (Variierung der Länder, Gehaltsklasse, Bildung) praktiziert.