Am Mittwoch, den 6.12.2017, besuchten wir die TUM School of Management in der Münchner Innenstadt. Nach einer freundlichen Begrüßung und einer kurzen Präsentation des Programms wurde uns die Fakultät vorgestellt, welche mit ca. 4500 Studierenden zu den größten der Universität zählt. Sie genießt internationale Anerkennung und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet.

Im Gegensatz zum BWL-Studium an der LMU ist das an der TUM technisch orientiert, wodurch man sowohl herausragende Fähigkeiten im Management erwerben und sich ebenso im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich qualifizieren kann. Die dadurch erworbenen Schnittstellenkompetenzen, welche heutzutage bei Arbeitnehmern sehr stark gefragt sind, sowie die Management-Kenntnisse, welche ebenso von hoher Wichtigkeit und Vielseitigkeit sind, sind der Grund für die guten Berufsaussichten mit meist hohen Gehältern und Aufstiegsmöglichkeiten für die Absolventen dieses vielseitigen und interessanten Studienganges.

Auf die allgemeinen Informationen zum Studium folgte ein kurzes Quiz, in welchem wir Fragen zu den davor besprochenen Themen beantworten mussten.

Im Anschluss daran wurden uns die vier grundlegenden Vorgehensweisen vorgestellt, mit welchen die Forscher versuchen neue Erkenntnisse zu erzielen.

 

Nach der Mittagspause wurde uns dann das sogenannte „Ultimatum Game“ bzw. Ultimatumspiel vorgestellt, welches eine praktische Anwendung der Spieltheorie ist, die der Wirtschafts- und Verhaltensforschung dient. Es wurde von Werner Güth entwickelt und findet Einsatz als Laborexperiment zur Erforschung des Altruismus bzw. Egoismus. Das Spiel läuft so ab, dass Spieler A eine vorgegebene Anzahl besitzt und nun entscheiden kann, wie viel er Spieler B anbietet, wobei das Angebot im Idealfall immer der geringstmöglichen Teil sein sollte. Nimmt Spieler B das Angebot an, so bekommt jede Partei ihren Anteil ausgezahlt, lehnt er hingegen ab, bleiben beide leer aus. Hierbei wird untersucht ob und in welchem Maße der Mensch nur den sich aus dem Spielgegenstand angebenden Nutzen maximiert oder ob er bei seiner Entscheidung auch die Interessen anderer mit einbezieht. Dieses Experiment durften wir dann selber im kleinen Maßstab durchführen, wobei es bei uns nicht, so wie es meistens der Fall ist, um Geld ging, sondern um Süßigkeiten, welche wir dann am Schluss ausgezahlt bekamen.

Im Anschluss daran haben wir die Ergebnisse des Experiments besprochen, welches neben der typischen, ursprünglichen Form auch noch andere unterschiedliche Ausprägungen hat, bei welchen beispielsweise auf die Auswirkungen geachtet werden, wenn das Geschlecht des Gegenüber bekannt ist, oder auch das „Diktatorspiel“, bei welchem Spieler B gezwungen ist, das Angebot anzunehmen, wodurch dieses um einiges geringer war als beim normalen „Ultimatum Game“.

 

Alina G. & Alina W.