Am Mittwoch, den 20.02.2017, besuchten wir das Leibniz-Rechenzentrum am
Campus in Garching. Das LRZ hat mehrere zentrale Funktionen einerseits für die Technische Universität München, andererseits auch für die allgemeine 
Öffentlichkeit. So bietet es neben der Möglichkeit, Rechenzeit an einem der Großrechner zu buchen, auch diverse IT-Dienste wie Unterstützung bei der Kommunikationsstruktur an.

Nach einer freundlichen Begrüßung haben wir einen kurzen Vortrag über virtuelle Realität (VR) und stereoskopisches Sehen gehört. Eine wichtige Aufgabe des Rechenzentrums ist die Visualisierung wissenschaftlicher Daten durch moderne Technologien wie virtuelle Realität. Die uns gezeigte Anwendung von VR war die Digitalisierung des Kaisersaals der neuen Residenz der Bamberger Fürstbischöfe. So konnten wir mithilfe einer 3D-Brille den Saal realitätsnah und in drei Dimensionen anschauen und durchschreiten. Diese Technik hat auch wissenschaftliche Anwendungen. So können Kunsthistoriker, die den Kaisersaal nicht besuchen können, trotzdem das Kunstwerk sehr realitätsnah betrachten und untersuchen. Ein anderes Fallbeispiel sind Firmen wie BMW, die diese Technik verwenden, um Unfälle zu simulieren, um die Konstruktion ihrer Fahrzeuge zu verbessern.
Danach durften wir es selbst einmal ausprobieren. Wir haben eine Brille mit einem sogenannten „wand“ (engl. Zauberstab) bekommen mit dem wir die Simulation steuern konnten. Damit sind wir dann in einen Raum, „cave“ genannt (engl. Höhle), gegangen auf dessen Wände, Decke und Boden Bilder projiziert wurden, die dann durch die Brille in ein 3D Bild umgewandelt worden sind.

Daraufhin folgte der nächste große Programmpunkt des Tages. Die zweite wichtige Aufgabe des LRZ ist die Bereitstellung hochleistungsfähiger Supercomuter wie dem SuperMUC etwa für aufwendige Simulationen in der Astronomie. Wir hatten die Möglichkeit diesen Rechner zu sehen. Er zeichnet sich nicht nur durch seine massive Größe, sondern auch durch seine innovative Warmwasserkühlung aus. Dadurch ist diese sehr energieeffizient und somit auch ressourcensparend. Das LRZ betreibt zusätzlich noch wichtige Systeme für die wissenschaftlichen Einrichtungen in der Umgebung wie zum Beispiel roboter-gestützte Speichersysteme für die langzeitige Aufbewahrung großer Datenmengen. Diese Systeme durften wir als Letztes begutachten.

Wir bedanken uns herzlich beim Leibniz-Rechnerzentrum für diesen tollen und interessanten Tag!

Leonardo Maglanoc und Katharina Wohlbach