Am Mittwoch, den 24. Oktober 2018, besichtigten das TUM-Kolleg die Fakultät für Maschinenwesen am Forschungszentrum Garching. Dort stellte uns Frau Luise Poetzsch das Zentrum für Schlüsselkompetenzen (ZSK) vor, welches für die überfachliche Lehre zuständig ist. Der Start in das Studium, die Teamarbeit im Projekt und die wissenschaftliche Praxis sind Teilbereiche des ZSKs.
Des Weiteren wurde uns die Fakultät für Maschinenwesen im Allgemeinen durch Dr. Anna Reif näher gebracht. Sie erklärte uns, dass das Gebäude der Fakultät den Querschnitt des Gewindes einer Schraube darstellt und gab uns einen Einblick in das, sich noch im Bau befindende, Gebäude GALILEO, welches den Campus in Zukunft erweitern wird. Im Anschluss erfuhren wir von Frau Reif ausgewählte Forschungsschwerpunkte der Fakultät und die jeweiligen Gebiete wurden durch verschiedene Beispiele veranschaulicht. Daraufhin wurde uns eine Forschungsarbeit des Lehrstuhls für Bioverfahrenstechnik vorgestellt, bei der man untersucht wie bestimmte Bakterien Wasserstoffmoleküle mit Kohlenstoffdioxidmolekülen in Essigsäure umsetzen. Danach ging Frau Reif auf den Verlauf des Studiums an der Fakultät ein, wobei sie uns den Bachelorstudiengang sowie die verschiedenen Masterstudiengänge ausführlich darlegte.
Nach der Vorstellung der Fakultät für Maschinenwesen führte Frau Poetzsch eine Übung mit uns durch, bei der wir innerhalb von 30 Minuten einen Hightower aus Papier erstellen sollten, wobei wir 20 DIN A4 Blätter Papier zur Verfügung hatten, er frei stehen sollte und keine Hilfsmittel erlaubt waren. Im Anschluss daran reflektierte Frau Poetzsch mit uns unsere Planung und Umsetzung des Turmbaus. Die daraus resultierenden Erkenntnisse bezogen wir anschließend auf eine mögliche anstehende Forschungsarbeit.
Nach dieser interaktiven Übung stellte uns Fiona Schlesinger, eine Schülerin der zwölften Jahrgangsstufe des Otto-von-Taube-Gymnasiums, die ebenfalls das TUM-Kolleg besucht, ihre Forschungsarbeit vor, wodurch wir einen guten Einblick bekamen, wie diese zu verfassen ist. Außerdem berichtete sie uns über die Zeit, in der sie ihre Forschungsarbeit geschrieben hatte und erläuterte, wie die Arbeit zusammen mit ihrem Betreuer an der Universität ablief.
Nach einer Mittagspause durften wir einige Lehrstühle der Fakultät besichtigen, die die Möglichkeit bieten, dort eine Forschungsarbeit zu schreiben. Bei unserer ersten Führung durfte man sich zwischen dem Lehrstuhl für Produktionsmanagement und Logistik und dem Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik entscheiden. Unsere Führung am Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik begann, indem uns die Messung und Auswertung von Daten eines wasserstoffbetriebenen Autos vorgestellt wurde und wir über die Zukunft des Automobils diskutierten. In der Folge betrachteten wir ein Modell für die Fahrerkabine eines autonom fahrenden LKWs und Prototypen von Elektroautos in verschiedenen Nutzungsbereichen wie beispielsweise CarSharing oder als Försterauto.
Die zweite Lehrstuhlführung wurde auch in zwei Gruppen durchgeführt, wobei man diesmal die Wahl zwischen dem Lehrstuhl für Maschinenelemente und dem Lehrstuhl für Angewandte Mechanik hatte. Die Führung am Lehrstuhl für Maschinenelemente begann mit einer allgemeinen Einweisung durch Philipp Norgauer in die Materie der Maschinenelemente und einer Besichtigung der Forschungsstelle für Zahnräder und Getriebebau. Abschließend durften wir noch einen Blick auf das aktuellste Projekt des Lehrstuhls werfen, die Optimierung des Flugzeugtriebwerks der Rolls Royce Group.
Am Ende unseres Besuches wurde uns das Forschungskolloquium vorgestellt, das von der Fakultät für Maschinenwesen für die Schüler des TUM-Kollegs erstellt wurde. Dort haben die Schüler die Möglichkeit sich gemeinsam mit den Organisatoren und ihren Mitschülern über ihre Forschungsarbeit auszutauschen.

Wir danken Frau Poetzsch, Frau Dr. Reif, Frau Schlesinger, Herrn Maierhofer, Herrn Norgauer, den Mitarbeitern der Universität für den interessanten Einblick in die Fakultät für Maschinenwesen.

Leon Muschew & Arthur Oettl