Zu Beginn unseres Besuchstages an der Munich School of Engineering (MSE) wurden wir von Studiendekan Prof. Gee sehr freundlich begrüßt und uns wurde die mit ca. 800 Studierenden ziemlich kleine Einrichtung kurz vorgestellt.
Die MSE ist keine typische Fakultät, sondern beschäftigt sich mit Schnittstellen verschiedener Fakultäten aus den Ingenieur- und Naturwissenschaften. Solche Schnittstellen wären zum Beispiel die Themenbereiche „Erneuerbare Energien“ und „Mobilität“.
Im Anschluss wurde wir genau über den Bachelor-Studiengang „Ingenieurswissenschaften“ informiert. Dieser Studiengang ist sehr umfassend, da sowohl ingenieurswissenschaftliche, naturwissenschaftliche, mathematische Inhalte sowie Grundlagen aus der Informatik gelehrt werden. Dafür stehen einem nach Abschluss des Bachelors viele Auswahlmöglichkeiten für einen Masterstudiengang offen.
Die MSE hat auch ein ganz besonderes Angebot für Abiturientinnen und Abiturienten, die mit ihrem Studium beginnen, das „Orientierungssemester MINT“. Wie schon der Name sagt, bekommt man über ein Semester einen Einblick, sich an das Studentenleben „zu gewöhnen“. Außerdem hilft einem das Programm bei der nicht immer leichten Wahl eines geeigneten Studiengangs im MINT-Bereich.

Nach diesen interessanten Informationen erhielten wir einen Vortrag zum Thema „Tiefengeothermieforschung“ durch einen wissenschaftlichen Mitarbeiter. Hierbei wurde uns Tiefengeothermie als unabhängige, erneuerbare Energie vorgestellt, welche uns Menschen helfen könnte, den Klimaschutzplan umzusetzen.
Darauf folgte ein Vortrag über Photovoltaikzellen, die auf organischem Material basieren. Diese haben das Potenzial entweder billigere Energie bereitzustellen oder in Verbindung mit konventionellen Silizium-basierten Zellen einen höheren Wirkungsgrad zu erreichen im Vergleich zu herkömmlichen Zellen.
Anschließend folgte eine Führung durch ein Labor, in dem nach besseren und skalierbareren Verfahren gesucht wird, eine Paste aus Nanopartikeln auf verschiedene Flächen aufzubringen. Zu den einfacheren Methoden zählt der Siebdruck und die Nutzung eines normalen Druckers.

Schließlich bekamen wir auch eine Führung durch das Labor für weiße Biotechnologie. Wir besichtigten verschiedenste Gerätschaften zur Züchtung von Bakterien in großem Maßstab für die Synthese von Biomolekülen.

Svenja Lange und Robin Marchart