Für uns begann der Mittwoch, der 09.01.2019, mit einer freundlichen Begrüßung durch den Studiendekan Prof. Dr. Eckehard Steinbach, welcher uns auch gleich eine Einführung in die Elektro- und Informationstechnik gab. Dabei wurden uns die einzelnen Teilgebiete Energie Mobilität, Kommunikation, Gesundheit, Umwelt und Sicherheit nähergebracht und aktuelle Forschungsgebiete wie Neuro-Engineering, autonomes Fahren und künstliche Intelligenzen vorgestellt.

Anschließend erklärte uns der Studienreferent Dr. Thomas Maul die verschiedenen Studiengänge, die sich aus einem allgemeinen Bachelor-Studiengang, den drei regulären Master-Studiengängen Elektro- und Informationstechnik, Communications Engineering und Power Engineering und dem Elite-Masterstudiengang Neuroengineering zusammensetzen.

Nach einem kurzen Raumwechsel stellte uns Prof. Dr. Jia Chen vom Lehrstuhl für Umweltsensorik und Modellierung die Methodik vor, wie man die Luftverschmutzung durch Abgase in Städten bestimmt. Der Vortrag fand, wie sich das für einen wissenschaftlichen Vortrag nun einmal gehört, auf Englisch statt, was die Schüler jedoch nicht daran hinderte, fleißig Fragen zu stellen.

Das Prinzip basiert darauf, die Konzentration der Teilchen in einer bestimmten Luftsäule an verschiedenen Orten zu messen. Dabei ist es entscheidend, die Windrichtung zu beachten, da für eine präzise Messung eine Messstation bevor der Wind auf die Stadt trifft, eine in der Stadt und eine nach Verlassen der Stadt benötigt wird. Jene messen dieWellenlängen des eintreffenden Lichts und schließen dadurch auf die Zusammensetzung des Gases, welches das Sonnenlicht reflektiert und ein für jeden Stoff spezifisches Spektrum besitzt. Nach der Theorie durften wir eine solche Messstation auch in echt bewundern und einen schönen Ausblick über die Dächer Münchens genießen.

Als wir uns alle gestärkt hatten, ging das Programm im Zentralinstitut für translationale Krebsforschung der TUM weiter. Dort erhielten wir von Dr. Rune Barnkob und Bojan Sandurkov eine Führung durch die technischen Labore, in denen internationale Wissenschaftler aus den verschiedenen Fachbereichen eng zusammenarbeiten.

Bojan Sandurkov ist Teil eines Studentenprojekts, welches an einem universellen Tumormarker forscht. Dabei wird mit Hilfe der passenden Antikörper die Konzentration an Heat-Shock-Proteinen im Blut des Patienten gemessen, welche bei einer Stresssituation der Zellen, wie einer Krebserkrankung, erhöht ist.

 

Ein weiteres Projekt, welches Matthias Ugele uns vorstellte, befasste sich mit holographischer Mikroskopie der Blutzellen, womit hämatologische Erkrankungen wie Leukämie frühzeitig diagnostiziert werden können. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass kein Blutabstrich mehr benötigt wird, welcher aktuell zur Diagnose genutzt wird.

Die zur Forschung benötigten Mikrofluidiksysteme – kleine Plastikplättchen mit Mikrokanälen zur Erfassung einzelner Zellen, die eine enorm hohe Durchflussgeschwindigkeit erlauben, sodass viele Daten in kurzer Zeit erhoben werden können – stellt die TU mittels 3D-Druck selbst her.

Zum Abschluss durften wir selbst noch ein wenig mit flüssigem Stickstoff experimentieren, der eine ungefähre Temperatur von -200°C hat und jegliche Flüssigkeit sofort zum Gefrieren bringt, sodass beispielsweise eine Rose beim Aufprall auf dem Boden in tausend Stücke zerschellt.

von Nadine, Amelie & Katharina