Evaluierung eines Lehrkonzepts in der Informatik am Übergang Schule-Hochschule

von Elias Hoffmann


Januar 2014

Es ist vollbracht! Am 8. Januar habe ich glücklich – und dank guter Einhaltung meines Zeitplans kaum übermüdet – meine Forschungsarbeit abgegeben. Nicht ganz ohne Stolz und mit etwas Wehmut kann ich nun auf das Resultat von fast einem Jahr Arbeit blicken.

Ich habe zahlreiche Eindrücke universitären Arbeitens erhalten und Software wie Unity, Latex, LimeSurvey und R kennengelernt. Dieses Wissen wird mir in meinem späteren Leben auf jeden Fall helfen können. Auch die Erfahrungen auf meiner ersten wissenschaftlichen Konferenz (hier der Artikel) und der Austausch mit meinen Betreuern über die verschiedensten Themen wird mir gut in Erinnerung bleiben.

Von großer Langeweile kann nun dennoch keine Rede sein. Bis zum 20. Januar muss die Forschunsarbeit leicht abgewandelt werden, um sie bei Jugend forscht einreichen zu können. Außerdem muss für den Wettbewerb ein Stand mit einem Plakat und Fotos gestaltet werden. Auch der Wissenschaftstag rückt stetig näher und bedarf einer genauen Planung. Und natürlich gibt es noch die ein oder andere Klausur sowie Referate in der Schule.

Dennoch habe ich das Gefühl, nun in Richtung Abitur einen großen Schritt weiter zu sein und sehe den nächsten Wochen so gelassen wie möglich entgegen.


Dezember 2013

Es geht voran! Der letzte Abschnitt meines Forschungsprojektes, das Schreiben der Arbeit, ist bei mir in vollem Gange. Die Auswertung der Fragebogendaten mit R ist zwar noch nicht zufriedenstellend abgeschlossen, die letzten Zahlen kann ich mir aber während des Schreibens berechnen. So habe ich auch immer den Umfang der Arbeit im Auge und kann alle aufgeführten Punkte detailliert ausführen.

Mein jetziges Ziel ist, die Arbeit bis zum Ende dieses Jahres vom Umfang her fertigzustellen. Das heißt alle Teile, die ich drinhaben möchte sollten dann ausformuliert sein. Die restliche Zeit bis zur Abgabe kann dann dem Feinschliff sowie dem Layout und der Formatierung von Tabellen, Grafiken und Co. gewidmet werden.Auswertung-R-zensiert

Das Bild zeigt effektive Arbeit mit R – viel Programmcode doch hoher Komfort, wenn man den Dreh raus hat.


Oktober 2013

Mein Vorprojekt für die Studenten ist pünklich fertiggestellt worden und wurde am Semesterbeginn abgehalten. 323 Studenten haben sich angemeldet, von denen 76 bessere Programmierkenntnisse angegeben haben und damit mein Reversi-Projekt bearbeiteten. Ich konnte natürlich nicht widerstehen, selbst in eine der Gruppen hineinzuschauen und mir ein Bild des Projektes zu machen. Ich konnte mich dabei mit dem betreuenden Tutor und den Teilnehmern unterhalten um ein erstes subjektives Feedback zu erhalten.

Unity - EntwicklungsansichtMein erster Eindruck ist sehr positiv, alle Studierenden waren die zweieinhalb Tage durchweg beschäftigt und haben sich intensiv mit Reversi beschäftigt. Die 9 Teilnehmer der Gruppe, die ich besuchte, programmierten alle ohne große Probleme selbst die fordernste Zusatzaufgabe – einen intelligenten Computergegner – in der gegebenen Zeit. Daraus lässt sich allerdings auch schließen, dass das Projekt noch nicht unbedingt fordernd genug ist und weitere Aufgaben vorstellbar sind.

Die wirkliche Auswertung des Projektes mit Hilfe einer Umfrage, die die Teilnehmer nach dem Projekt beantworteten ist nun die letzte Aufgabe vor dem Schreiben meiner Forschungsarbeit. Dafür werde ich mich mit der Programmiersprache „R“ befassen, mit der ich die erhobenen Daten auswerte.


Mai 2013

Das Spiel ist sowohl in der voll ausprogrammierten „Musterlösung“ als auch in der Grundgerüstversion für die Studenten fertig gestellt. Dennoch feile ich noch an vielen Formulierungen im Programmcode während ich mich sonst ganz dem Schreiben des Begleittexts widme.

Der Begleittext enthält neben umfassenden Arbeitsanweisungen für die Studenten auch einen theoretischen Teil, in dem die Grundlagen des Programmierens mit C# erklärt werden. So können die Studenten vergessenes Wissen wiedererlangen und Wissenslücken füllen, um das Programmieren hoffentlich erfolgreich und frustfrei zu meistern.

Zum Schreiben des Begleittexts habe ich mich auch gleich in das Textsatzprogramm LaTeX eingearbeitet. Diese Software ist speziell auf das Erstellen sauber formatierter, langer und wissenschaftlicher Texte ausgelegt. Damit ist sie auch hervorragend für die Ausarbeitung meines Exposés und meiner finalen Forschungsarbeit geeignet.


April 2013

Im Laufe meiner Forschungsarbeit werde ich ein von mir selbst erstelltes Vorprojekt für Einsteiger in das Informatikstudium evaluieren. Vorprojekte sind zweieinhalb-tägige, freiwillige Veranstaltungen vor Semesterbeginn, bei denen sich die Kommilitonen schon einmal kennen lernen und für das Studium hilfreiches Grundwissen festigen können. Mein Informatikvorprojekt wird im wesentlichen aus dem Programmieren des Spiels Reversi bestehen, wobei nur ein Grundgerüst des finalen Programms, grobe Arbeitsanweisungen und theoretische Grundlagen gestellt werden.

Mein Projekt kann man in drei Abschnitte einteilen: Zunächst das Erstellen des Vorprojektes, anschließend die Vorbereitung und Auswertung der Evaluation und das finale Schreiben der Arbeit. Momentan befinde ich mich mitten in der ersten Phase. Ich habe bereits das Spiel fertig programmiert und muss nun Teile wieder entfernen, bis die Vorlage für die Studenten geeignet ist. Außerdem müssen noch die Anweisungen zu Papier gebracht werden.


Anmerkung: Im obigen Text wird bewusst die weiblichen Form nicht explizit genannt. Dies soll dem Text- und Lesefluss dienen und hat keinen anderen Hintergrund.