Die Idee

Über die Errichtung eines eigenen Universitätsgymnasiums in Analogie zu einer Universitätsklinik wurde an der Technischen Universität München bereits seit einigen Jahren diskutiert. Dabei war die Überlegung maßgebend, besonders begabten und an Mathematik, Naturwissenschaften und Technik interessierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu eröffnen, schon frühzeitig an der universitären Forschung und Lehre teilzuhaben.
Unabhängig von den Erwägungen der TUM, entstand am Otto-von-Taube-Gymnasium Gauting der Wunsch, die bereits in der Unter- und Mittelstufe des Gymnasiums existierenden Förderklassen für Hochbegabte auch in die Oberstufe hinein weiterzuführen.

Im TUMKolleg werden pro Jahrgang maximal 15 ausgewählte Schülerinnen und Schüler in einem eigenständigen Oberstufenzug zum Abitur geführt. Während sie am Gymnasium nach einem vertieften Lehrplan und mit besonderen Lehr- und Lernformen unterrichtet werden, nehmen sie an der Universität ausgewählte Lehrangebote wahr und werden in Forschungsprojekte verschiedener Lehrstühle eingebunden. Ein besonderes Merkmal des TUMKollegs ist die organisatorische und inhaltliche Verschränkung von Lernen und Forschen, wodurch es an der Schnittstelle von Schule und Universität verankert ist.

Der erste Jahrgang des TUMKollegs startete im Schuljahr 2009/10 mit 14 Schülerinnen und Schülern. Der siebte Jahrgang startete 2016 zweizügig: sowohl am Otto-von-Taube-Gymnasium Gauting als auch am Werner-Heisenberg-Gymnasium Garching ist das TUMKolleg Bestandteil der Oberstufe.

Wissenschaftliche Begleitung

Die TUM School of Education ist die jüngste Fakultät der Technischen Universität München und betreibt forschungsbasierte und berufsfeldorientierte Lehrerbildung. In diese Fakultät ist das TUMKolleg als Praxisprojekt integriert. Damit profitiert es in seiner konzeptionellen Weiterentwicklung von den neuesten Erkenntnissen der Bildungsforschung, insbesondere der Unterrichts- und Hochbegabtenforschung.
Am Lehrstuhl für empirische Bildungsforschung findet die wissenschaftliche Begleitung des TUMKollegs statt, die Daten über den Verlauf, die Validität des Konzepts und die Ergebnisse ermittelt.