Einfluss unterschiedlicher Kontrastierungsmittel auf die elektronenmikroskopische Strukturbiologie

von Max Harst


August/September 2013

Fulgidus

Nach Unibesuchen sowohl in den Sommerferien, als auch an den uns zu Verfügung gestellten Mittwochen, war es mir schließlich möglich die ersten beiden 3D-Rekonstruktionen zu erstellen (siehe Bild). Dafür wurde das Programm imagic, sowie das Molekülmodellierungsprogramm UCSF Chimera hergenommen.
Beide Modelle zeigen dasselbe Protein, beides sind Thermosome des Archaeoglobus Fulgidus. Auf der linken Seite das auf 50°C erwärmte Protein und rechts bei Normaltemperatur. Der im Exposé geäußerte Verdacht, dass das erwärmte Thermosom kleiner ist, hat sich bestätigt.
Weiterhin ergibt sich die Überlegung, dass die Archaeoglobus Fulgidus Thermosome bei noch höheren Temperaturen noch kleiner beziehungsweise kompakter werden. Die dritte Probe wurde auf 80°C erwärmt und schon beim Betrachten unter dem Mikroskop schien sich meine These zu bestätigen. Aber es gab noch eine Besonderheit, bei der dritten und am meisten erwärmten Probe waren die Proteine so weit auseinander, dass man kaum noch welche sehen konnte. Um genug Daten für eine wissenschaftliche Untersuchung am Computer machen zu können, waren doppelt so viele Bilder notwendig, wie bei den vorhergehenden Proben. Trotzdem sind auf diesen Bildern nur etwas weniger als ein Drittel an Proteinen zu sehen als auf den Bildern der ersten beiden Proben. Eine Auswertung und eine 3D-Rekonstruktion der 80°C Proben kann bald erwartet werden.