Methodische Verbesserung eines Skistockes

Forschungsarbeit Dominik Merk

Zusammenfassung
Ziel dieser Forschungsarbeit ist es, einen Skistock methodisch zu verbessern und einen Prototyp zu entwickeln. Es wird das Standardvorgehen des Münchner Vorgehensmodells verfolgt. Dabei werden sieben ausgewählte Methoden, vor allem aus der TRIZ-Methodik, angewandt. Das Ergebnis der Arbeit ist ein Skistock bestehend aus fünf individuell anpassbaren Einzelteilen.

Abstract
The goal of this research paper is to methodical improve a ski pole and to develop a prototype. Therefor the standard approach of the Munich Procedure Model is followed. With it seven selected methods, especially from the TRIZ-Methodology, are used. The works result is a ski pole prevailing out of five individual customizable separate parts.

Protokoll


 März

Unser gemeinsames so genanntes „Studium Generale“ ist seit Dezember beendet. Seitdem habe ich mich auf die Suche nach einem Lehrstuhl gemacht. Dies war schwerer als erwartet, da man meistens sehr lange auf Antworten warten muss und nicht weiß, ob es Möglichkeiten gibt oder nicht. Schlussendlich hatte ich Glück und landete am Lehrstuhl für Produktentwicklung bei Christopher Münzberg. Dieser schlug mir bei unserem ersten Treffen vor, einen Skistock zu verbessern, beziehungsweise zu entwickeln. Da ich begeisterter Skifahrer bin, war ich sofort begeistert und fing an zu arbeiten. Zu meiner großen Freude war nicht nur ich bei Christopher untergekommen, sondern auch Sebastian, der seinerseits eine Abdeckung für eine „Open-Source Rapid-Prototyping Maschine“ entwickelt. Wir werden beide nach dem Münchener Vorgehensmodell vorgehen.
Über unser erstes gemeinsames Treffen hat Sebastian bereits geschrieben.
Bei unserem zweiten Zusammenkommen war ich an der Reihe und stellte den zweiten Schritt des Vorgehensmodells vor. Hierbei handelt es sich um die Zielanalyse, welche ein wichtiger Bestandteil des Modells ist, da durch ausreichende Analyse möglich auftretende Probleme im Voraus gefunden und berücksichtigt werden können. Daraufhin hielt Sebastian einen kurzen Vortrag über die Anforderungsliste, welcher mit einer Verbesserung unserer Zeitpläne endete.


 Juni

Nun sind einige Monate vergangen und ein erheblicher Teil der Arbeit getan. Am 28.06 habe ich mein Exposé abgegeben, in dem alle bisherigen Arbeitsschritte und die mit denen ich fortfahren will angesprochen werden. Dies ist der Anlass, um auch hier den Stand meiner Arbeit kund zu tun. In den letzten Monaten habe ich mich mit der Analyse beschäftigt, um ein besseres Systemverständnis zu erlangen. Dazu wurden hauptsächlich zwei Methoden der TRIZ Methodik verwendet. Das Neun-Felder-Denken und die Funktionsanalyse.
Die Funktionsanalyse ist, wie der Name schon sagt, eine Methode, welche die Funktionen des Produktes herausfindet und diese in Schad- und Nutzfunktionen unterteilt. Dies geschieht in drei Schritten: Komponentenanalyse, Interaktionsanalyse, Modellierung.
Das Neun-Felder-Denken ist hauptsachlich eine Methode zur Anregung und Erweiterung der Kreativität. Dafür werden verschiedene Zeit- und Systemebenen betrachtet, um ein neues Produkt, über die Vergangenheit, für die Zukunft zu entwickeln.

Am letzten Mittwoch des Monates Juni begann der Übergang in die Entwicklungsphase mithilfe eines Interviews. Dieses ist vielseitig anwendbar. In unserem Fall geht es primär um die Problemfindung um dadurch neue Lösungsideen zu generieren.


 Juli

Da ich mein Auslandspraktikum erst in den Sommerferien absolviere nutze ich die freie Zeit meine Forschungsarbeit voranzubringen. Wie im Monat Juni erwähnt werden nun eifrig Lösungen gesucht. Hierzu werden überwiegend Skizzen verwendet, aber auch einen Matrix. Dieser Teil der Arbeit gefällt mir mit Abstand am besten, da viel eigene Kreativität gefordert ist. Wir haben zwei verschiedene Skistöcke entwickelt. Einen mit dem Ziel, möglichst viele Zusatzfunktionen zu haben und einen, bei dem der Preis und die Einfachheit im Vordergrund stehen.
Diese Konzepte wurden mit der Werkstatt besprochen und leider wurden einige Ideen wegen technischen Problemen bei der Realisierung verworfen. Dabei ist aber glücklicherweise einen neue Idee entstanden, welche zugleich realisierbar, sowie alle gewünschten Funktionen beinhaltet. Mit dem Skistock kann sondiert werden und können Skier abgesperrt werden. Ebenso kann er in Einzelteile zerlegt werden, welche unabhängig voneinander ausgetauscht werden können.
Nun starte ich mit einem guten Gefühl in die Sommerferien, in denen ich mein Praktikum an der Universität in Maskat, Oman absolvieren darf.


Oktober-November

Zurück in Deutschland, nach einem tollen Praktikum an der deutschen Universität in Oman, geht es an die Umsetzung der bisherigen Ergebnisse meiner Forschungsarbeit.
Der Prototyp wird mithilfe von Christian Adlberger in der lehrstuhleigenen Werkstatt gebaut.
Der Griff und der Teller werden 3D-gedruckt, der Körper und die Spitze bestehen aus Aluminium. Zusätzlich gibt es zwei Magnete, ein Schloss und eine Schlaufe. Die Schlaufe und das Schloss werden mithilfe der Magnete an dem Griff befestigt. Stockkörper und Griff sind durch einen Bajonettverschluss verbunden. Der Teller wird wie eine Beilagscheibe auf das Gewinde der Schraube gesteckt, welche dann in den Stockkörper geschraubt wird.

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Der Bau erfolgt ohne große Zwischenfälle und kann Mitte November erfolgreich abgeschlossen werden.
Des Weiteren wird zeitgleich eine Vorabversion der Arbeit erstellt und mit dem Betreuer besprochen.


Dezember-Januar

Der Endspurt beginnt. Da durch die Vorabversion die Arbeit bis auf zwei Kapitel komplett fertig ist, besteht dieser darin, die Arbeit zu vervollständigen und zu verbessern.
Schlussendlich wird die Arbeit am ersten Januar zum Drucken weggeschickt und am 8. Januar endgültig abgegeben.
Zurückblickend war es eine tolle Zeit mit vielen Einblicken in das Studium am Lehrstuhl für Produktentwicklung. Diese Erfahrungen werden mir bei einer möglichen Studienplatzwahl nach dem Abitur sicherlich sehr hilfreich sein.