Untersuchung und Gegenüberstellung von zwei Modellbau-Propellern in Hinblick auf Geometrie und Schub

Trotz der Verdrängung des Propellers aus der kommerziellen Luftfahrt ist dieser im Modellbau noch weit verbreitet. Diese Forschungsarbeit behandelt die Untersuchung von zwei Modellbau-Propellern, welche in Hinblick auf ihre Geometrie und auf den von ihnen erzeugten Schub untersucht werden. Gegenstand der Untersuchung ist ein zweiblättriger Propeller mit einem Durchmesser von 6 Zoll und ein dreiblättriger Propeller mir einem Durchmesser von 5 Zoll. Durch eine Zerlegung der Propellerblätter beider Propeller werden diese auf die geometrischen Eigenschaften ihrer Profile untersucht. Die Messung des Schubes wird durch eine Arbeitsgruppe der Technischen Universität München in einem Windkanal des Lehrstuhls für Aerodynamik und Strömungsmechanik durchgeführt. Die aus diesem Versuch erhaltenen Daten werden im Rahmen dieser Arbeit hinsichtlich des Schubes in X- und Y-Richtung ausgewertet.

Die geometrische Untersuchung der Propeller erfolgt durch die Vermessung der bei der Zerlegung entstandenen Querschnitte, die für die Auswertung fotografiert werden.

Im Windkanal werden bei Anströmgeschwindigkeiten von , ,  und  beide Propeller auf einer 6-Komponenten-Waage auf Schub in X- und Y-Richtung untersucht. Dabei werden Seitenwindwinkel von , ,  und  betrachtet. Die von der 6-Komponenten-Waage gemessenen Kräfte werden in den einheitslosen Schubbeiwert  umgerechnet und in Abhängigkeit vom einheitslosen Fortschrittsgrad  graphisch dargestellt.

Die Auswertung zeigt, dass der dreiblättrige Propeller trotz einer geringeren Wölbung und einem geringeren Durchmesser einen höheren Schub aufweist als der zweiblättrige Propeller. Daraus folgt, dass der dreiblättrige Propeller dem Zweiblättrigen vorzuziehen ist.