Entwicklung einer Messmethode zur Quantifizierung des Schnallenschlusses in Skischuhen

Der Flex-Index gibt die Steifigkeit von Skischuhen an und ist ein wichtiger Parameter für die Eigenschaften des Schuhes. Er beeinflusst unter anderem den Komfort, die Kraftübertragung zwischen Fuß und Ski sowie das Verletzungsrisiko. Da es keine standardisierte und von allen Herstellern akzeptierte Messmethode zur Quantifizierung des Flex-Indexes gibt, sind die Angaben der Hersteller nicht oder nur bedingt vergleichbar. Aus diesem Grund entwickelt die Professur für Sportgeräte und -materialien einen neuen Teststand, mit welchem die Steifigkeit von Skischuhen gemessen werden kann. Um vor jeder Messung gleiche Voraussetzungen zu schaffen, muss die Prothese immer gleich fest im Schuh eingespannt sein. Hierfür wird eine Messmethode benötigt, damit die Schnallen der Skischuhe auf eine bestimmte Druckverteilung eingestellt werden können. Die Entwicklung dieser Messtechnik ist Ziel der Forschungsarbeit. Hierfür soll der Druck zwischen Skischuh und Prothese gemessen werden. Die primäre Aufgabe ist das Finden und Validieren einer geeigneten Messtechnik und das konstruieren eines Prototyps. Dieser wird anschließend getestet und bezüglich der Eignung der Messtechnik geprüft. Als Lösungsidee werden Farbfolien, Druckmessmatten, FSR-Sensoren und das Einarbeiten von Schläuchen in die Prothese in Betracht gezogen. Da FSR-Sensoren weitestgehend den Anforderungen entsprechen werden sie bezüglich ihrer Wiederholbarkeit und der Vergleichbarkeit untereinander untersucht. Anschließend wird mit dem entwickelten Prototyp ein Wiederholbarkeitstest und ein Praxistest durchgeführt. Letztgenannter besteht daraus, Skischuhe auf eine bestimmte Druckverteilung, durch Änderung der Schnallenstellung, einzustellen. Diese Arbeit dient somit als Basis für die Entwicklung einer neuen Prothese für den Flex-Index Teststand, welche hinsichtlich des Messsystems angepasst wird.