Untersuchungen zum statischen Schluckvermögen von nasslaufenden Lamellenkupplungen mit Sinterreibbelag

Lamellenkupplungen werden heute in vielen, oft auch sicherheitstechnisch relevanten Bereichen, wie in Autos oder Baufahrzeugen, eingesetzt. Deswegen muss die Funktionalität dieses Maschinenelements in allen erdenklichen Situationen gewährleistet werden. Ein stark limitierender Faktor, der die Belastbarkeit dieser Kupplungsbauart beeinträchtigt, ist die Wärmeentwicklung beim Schalten derselben. Diese führt in Extremfällen sogar zum Ausfall der Kupplung, wobei dem mit einer effizienten Ölkühlung entgegengewirkt werden kann. Hierfür sind die Lamellen mit kleinen Kanälen, den Nutungen, versehen, durch welche das Kühlöl fließt. Allgemein gesagt ist die Kühlwirkung stärker, umso mehr Kühlmittel pro Zeit durch die Nutungen fließen kann. Diese Menge wird mit dem Schluckvermögen ausgedrückt.

In dieser Seminararbeit wurde das Schluckvermögen einer Lamelle der Baugröße 132/164 experimentell bestimmt, die dazu nötigen Messungen wurden vorbereitet, durchgeführt und anschließend ausgewertet. Die berechneten Werte wurden nach Abschluss dieser Arbeit einem anderen Forschungsvorhaben zur Simulation der Kupplung mit dem Simulationsprogramm KUPSIM zur Verfügung gestellt. Vor Durchführung der Messungen wurden zuerst einige Prüfteilaufnahmen konstruiert und anschließend in den Prüfstand eingebaut. Außerdem wurde ein Versuchsplan entwickelt, der alle anzufahrenden Messparameter beinhaltet. Anschließend wurde der Messstand gewartet und für die Durchführung vorbereitet. Nach Erfassung und Dokumentation der nötigen Messdaten konnte das spezifische Schluckvermögen der Lamelle mathematisch ermittelt werden.