Am 11.11.2015 haben die beiden TUM-Kolleg Gruppen einen Einblick in die Fakultät für Elektro- und Informationstechnik gewährt bekommen.

Zunächst wurden wir in einen Seminarraum gebeten wo schon bereitgestellte Taschen mit Gummibärchen, Stiften und Blöcken lagen. Dann erhielten wir von Prof. Dr. sc.techn. Andreas Herkersdorf eine kurze Einführung in die Elektrotechnik und den betreffenden Studiengang. Er legte uns unter anderem dar, dass dieses Fachgebiet nicht unbedingt für allein Technikinteressierte reserviert ist: eine sehr wichtige Eigenschaft, die mitzubringen ist, wäre die Fantasie. Sie hilft dabei völlig neue Dinge zu entwickeln. Außerdem erklärte er uns die Relevanz der Elektrotechnik in der heutigen Gesellschaft. Zum Beispiel sollen Google Lenses Diabetikern helfen, ihren Glucosewert im Blut zu bestimmen. Ein weiteres Beispiel ist die Tatsache, dass mittlerweile 50% – 70% eines Autos Computer sind.

Danach gingen zum Lehrstuhl für integrierte Systeme, um einen Vortrag von Prof. Dr. Ing. Walter Stechele zu hören. Er berichtete vom Fortschritt, der unter anderem in visuellen Systemen gemacht wird, um zum Beispiel autonomes Fahren zu ermöglichen oder Robotern die Fähigkeit zu verleihen, Bälle zu fangen. Diese Roboter können dann beispielsweise Weltraumschrott einsammeln. Im Anschluss daran wurde uns im Labor eine Kamera demonstriert, die in der Lage ist, bewegende Objekte zu erfassen.

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Nach der Mittagspause erhielten wir von Dr. Michael Wolf eine Rundführung durch die Maschinenhalle, in der Studenten an verschiedenen Praktika und Forschungen arbeiten.

Zum Schluss besuchten wir das Projektteam von eCARus. Bei diesem Projekt entwickeln über 50 Studierende der TUM zwei Elektrofahrzeuge. Dabei liegen alle technischen Aufgaben in den Händen der Studenten. Der Bau des ersten Fahrzeugs, eCARus 1.0, begann 2009 und war zwischen Beginn des Baus und Heute mehrmals fahrtüchtig. Jedoch wird das Fahrzeug immer wieder umgebaut. Zum Tag unseres Besuches war es nicht fahrbereit. ECARus 2.0 war aber funktionstüchtig. Der Baubeginn war 2011 und wie bei der ersten Version werden immer wieder Veränderungen vorgenommen. Das liegt vor allem daran, dass die mitarbeitenden Studenten ihre eigenen Ideen aktiv einbringen können. Das Fahrzeug hat beispielsweise eine Bewegungsteuerung für den Monitor, eine silberne Kobra als Knüppel, neonfarbene Tachos und die Möglichkeit das Auto mit einem Xbox Controller fernzusteuern.

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Um 14:30 Uhr nahm unser Tag an der Fakultät für Elektrotechnik ein sehr interessantes und lehrreiches Ende.

Von Kevin Burton und Kiyan Boetzel