Am Mittwoch den 21.10.2015 haben die beiden TUMKolleg-Gruppen einen Einblick in die Fakultät für Maschinenwesen bekommen. Speziell in die Lehrstühle für Produktentwicklung, Ergonomie und Flugzeugtechnik.

Als erstes bekamen wir von Frau Dipl.-Ing. Carro einen allgemeinen Überblick über die gesamte Fakultät für Maschinenwesen, welche auf zwei Standorte aufgeteilt ist. Einer der Standorte befindet sich auf dem historischen Stammgelände in der Innenstadt, der andere Standort befindet sich befindet sich auf dem TU Gelände in Garching. Im Anschluss wurde uns weiterhin von Frau Dipl.-Ing Carro der Lehrstuhl für Produktentwicklung präsentiert. Dort erfuhren wir, dass sie mit zahlreichen weiteren Universitäten, wie zum Beispiel mit dem MIT zusammenarbeiten. Außerdem wurde uns mithilfe eines kleinen Wettbewerbs nähergebracht was an diesem Lehrstuhl getan wird: Die Aufgabe bestand darin in einer vorgegebenen Zeit einen möglichst hohen Turm aus Papier und Getränkedosen zu bauen. Die Höhe des Turms wurde an der sich am höchsten befindenden Dose des jeweiligen Turms bemessen.

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Uns wurden außerdem einige Projekte vorgestellt, die die Arbeit am Lehrstuhl repräsentierten. So zum Beispiel ein fahrender Kaffee-Roboter, der aus der Idee, eine autonome Zulieferung von Kaffee direkt an den Arbeitsplatz zu haben, entstanden ist.

Danach hat uns der ehemalige TUM-Kollegiat Lucas van den Bosch sein Projekt vorgestellt. Er hat an einem Beleuchtungssystem für ein E-Bike gearbeitet, dass hier am Campus entwickelt wurde. Außerdem hat er uns wertvolle Tipps für das Verfassen unserer Forschungsarbeit gegeben, wie zum Beispiel sein Thema zu begrenzen, um nicht abzuschweifen oder sich einen Zeitplan zu erstellen, um am Ende der Arbeit nicht unter unnötigen Zeitdruck zu stehen.

Der Lehrstuhl für Ergonomie wurde uns im Anschluss von Herr Kassirra gezeigt. Dort forschen sie, um die Mensch-Maschine-Interaktion und die Arbeitsbedingungen für Menschen zu verbessern. Dies tun die Angestellten des Lehrstuhls, meist im Auftrag größerer Firmen, im Bereich Automobil vor allem mit mehreren Simulatoren und im Bereich Arbeitsbedingungen stellen sie Versuche vor Ort mithilfe des so genannten „Ergonomiekoffer“ an. Dieser Koffer enthält Messgeräte zur Bestimmung der Qualität der Arbeitsumgebung, wie etwa ein Thermometer zur Temperaturmessung und ein Kohlenstoffdioxid-Sensor zur entsprechenden Konzentrationsmessung in der Luft.

Nach der Mittagspause hat uns TUM-Kollegiat Daniel Thugut aus der 12. Jahrgangsstufe seine Forschungsarbeit vorgestellt. Er arbeitete an einem Lampendesign für Feuerwehrhelme, da das bisherige Lampendesign den Helm zur Seite kippen lässt. Dies sollte dadurch behoben werden, dass die Lampe nicht mehr an der Seite, sondern an der Vorderseite befestigt wird. Dies erfordert natürlich eine andere Form, da eine Stablampe vorne am Helm nicht praktikabel wäre. Dabei gab er uns noch einen Einblick in die Werkstatt, in welcher Prototypen und Serienmodelle gebaut werden. Dadurch haben wir viele unterschiedliche Werkzeuge und Maschinen kennenlernten. Dabei wurden uns auch noch Projekte von anderen Studenten gezeigt, wie ein elektrisches Skateboard oder ein Go-Kart.

Danach wurden wir von Bachelorabsolventen Fabian Fuchs durch den Lehrstuhl für Flugantriebe geführt, wo sie an der Optimierung und Entwicklung von vor allem Triebwerken arbeiten, die speziell für Flugzeuge entwickelt werden. Darüber hinaus forschen sie auch an Triebwerken für Helikopter und Raketen. Die Herausforderung besteht darin, Triebwerke zu entwickeln, die genug Leistung aufbringen können um ein Flugzeug in der Luft zu halten. Dafür müssen sie leicht und effizient sein, um ein möglichst kleines Leistungsgewicht zu haben. Dabei durften wir echte Triebwerke sehen. Später konnten wir noch einen Blick in die Forschergruppe Hummingbird werfen. Dort durften wir einem Testlauf einer Modellgasturbine zusehen und gewannen somit einen Einblick in die Arbeit der Studenten.

Interessant und mit vielen Einblicken endete somit der TUM-Mittwoch an der Fakultät für Maschinenwesen.

Von Patrik Schäffler und Sebastian Willenbrink