Am Mittwoch, den 07.10.2015 stellte sich die Münchner Firma iwis den beiden TUM-Kolleg Gruppen vor. Die 1916 von Johann Winklhofer gegründete Firma agiert mittlerweile weltweit und beschäftigt 1270 Mitarbeiter in über 20 Standorten welche 2014 einen Umsatz von etwa 300 Millionen Euro erwirtschafteten. Das Hauptprodukt sind Steuerketten, welche ein essentieller Bestandteil eines Verbrennungsmotors sind. Dies und vieles mehr über das Familienunternehmen erfuhren wir von Herrn Bach, der neben seiner Tätigkeit als Personalchef seit kurzem auch für ein frisch eingeweihtes Werk in Murray zuständig ist. Die Produktion selbst verläuft zum großen Teil automatisch, dennoch prüfen Kontrolleurinnen die Produkte persönlich auf Mängel, bevor sie weiter zur Logistik gelangen. Qualität genießt generell einen unglaublich hohen Stellenwert, denn gelangt auch nur ein fehlerhaftes Teil in eine der Ketten, kann dies den gesamten Motor betriebsunfähig machen. Besonders unter Betrachtung der 35 000 000 Einzelteile die jeden Tag zu 7 000 Metern Kette zusammengefügt werden, erscheint diese Genauigkeit unfassbar. Und jede dieser Ketten muss bis zu 5kN ständiger Belastung aushalten ohne sich dabei zu dehnen. Nach der Präsentation von Herrn Bach teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Die Gruppe aus Gauting wurden zunächst von Azubis durch das Werk geführt, während die Garchinger damit anfingen einen Elektromotor selbst zu bauen. Dann fanden sich die beiden Gruppen wieder zusammen, um einem Vortrag eines Mitarbeiters aus dem Bereich Forschung und Entwicklung beizuwohnen. Hier wurden uns die drei häufigsten Kettentypen, Hülsenketten, Rollenketten und Zahnketten, mitsamt ihrer Vorteile und Nachteile vorgestellt. Mit viel Anschauungsmaterial erwies sich die Präsentation als sehr informativ. Danach präsentierte der für München zuständige Ausbilder Danimir Risonjic weitere Aspekte, unter anderem zu den Themen Ausbildung und Duales Studium. Nach dieser Stärkung machten sich die Gautinger nun daran ihre Elektromotoren zu basteln, während die Gruppe aus Garching eine Führung durch das Werk und die Präsentation von Herrn Risonjic erhielt. Nach erfolgreicher Arbeit und vielen spannenden Einblicken wurden wir gegen 15:00 Uhr in den Tag entlassen.

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