Gerade zurück aus den Sommerferien, besuchten wir, die neuen TUM-Kollegiaten, bereits am zweiten Schultag zum ersten Mal die TUM. Doch stand dieses Jahr nicht nur der Besuch der Fakultät für Chemie, sondern auch das Kennenlernen der Schülerinnen und Schüler des neuen TUM-Kollegs vom Werner-Heisenberg-Gymnasium aus Garching an.

Gemeinsam mit unseren Klassenleitern, Frau Dr. Kaden und Herrn Stöckle, ging es zur Fakultät für Chemie, wo wir das TUM-Kolleg aus Garching und Herrn Dr. Raimund Marx, der uns durch den Tag an der Fakultät führte, trafen.

Zuerst stellte Herr Dr. Marx uns die verschiedenen Fachbereiche der Fakultät für Chemie vor, bevor er uns den Forschungsbereich seines Chefs, Prof. Dr. Steffen Glaser, näher erläuterte. So erfuhren wir etwas über den Bereich der Kernmagnetresonanzspektroskopie (NMR) und die Entwicklung eines Quanten-Computers, welcher leistungsfähiger als herkömmliche Computer sein soll. Dieser Vortrag wurde durch eine experimentelle Vorführung aufgelockert, bei der Herr Dr. Marx zunächst ein Gummibärchen mit Hilfe von Kaliumchlorat eindrucksvoll verbrannte. Danach demonstrierte er einige kleinere Experimente mit flüssigem Stickstoff, so stellte er auch als kleine Erfrischung Zitronensorbet und gefrorene Sahne für alle Schülerinnen und Schüler her.

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Nach dem Mittagessen in der Uni-Mensa führte uns Herr Dr. Marx in ein Labor und klärte uns dort über die geltenden Sicherheitsregeln auf. Dabei hatten auch alle anwesenden Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, das Löschen von Bränden mit einem Feuerlöscher zu üben.

Anschließend teilten sich die TUM-Kollegiaten in zwei Gruppen auf, wobei die Garchinger im Labor blieben, um mit dem geplanten Experiment zu beginnen, während die Gautinger zu der hauseigenen Glasbläserwerkstatt der TU gingen. Dort lernten wir mehr über den Beruf des technischen Glasbläsers und einige Schülerinnen und Schüler durften sich sogar selbst im Glasblasen probieren.

Danach tauschten die Gruppen, sodass die Gautinger mit der Herstellung von Indigo beginnen konnten. Im Anschluss arbeitete je ein TUM-Kollegiat aus Gauting mit je einem aus Garching zusammen um den synthetisch hergestellten Indigo in Leuko-Indigo umzuwandeln. Diesen gaben wir dann zusammen mit unseren Taschen in Wasser, um sie zu färben. Leuko-Indigo ist im Gegensatz zu Indigo wasserlöslich und kann so zum Färben verwendet werden. Es reagiert mit Luftsauerstoff wieder zu blauem Indigo, welcher lichtecht und wasserunlöslich ist und somit nicht abfärbt.

Mit den fertigen Taschen im Gepäck ging es dann für alle Schülerinnen und Schüler, nach einem anstrengenden aber sehr informativen Tag, zurück nach Hause.

Charlotte Günther und Paula Löcherer