Am Mittwoch, den 3. Dezember 2014 besuchten wir das TUMLab, ein Experimentelabor der TU-München, im Deutschen Museum.
Nach einer freundlichen Begrüßung durch Herrn Kramler, wurde uns eine kurze Einweisung in die Laborarbeit mit den zugehörigen Sicherheitshinweisen gegeben. Im Anschluss hielt der Kursleiter einen kurzen Vortrag über die Geschichte der Automatisierung, unserem heutigem Thema. Bereits im 16. Jahrhundert wurden zur Vereinfachung von Berechnungen Rechenstäbe eingesetzt, mit denen problemlos multipliziert werden konnte. Um die Drehzahl einer Dampfmaschine auch bei abfallendem Dampfdruck automatisch konstant zu halten wurden diese später mit Fliehkraftreglern ausgestattet.
Einige Jahrhunderte danach wurde dann das Prinzip des Computers entdeckt, bei dem es im Grunde nur die Befehle „Strom an“ und „Strom aus“ gibt.

Unsere heutige Aufgabe stellte die Automatisierung einer 4-teiligen Fertigungsstraße da, bei der automatisch geregelt werden musste in welchem Abstand Joghurtbecher, die durch Kunststoffringe in unterschiedlichen Farben dargestellt wurden, auf einem Fließband laufen, ob der Joghurtbecher umgerührt wird und in welches von zwei Fächern der Becher am Ende sortiert werden muss.
Die Joghurtbecher waren in verschiedenen Farben zu unterscheiden, die unterschiedlich bearbeitet wurden.

Zu Beginn unseres Workshops wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt, die für verschiedene Fertigungslinie zuständig waren.
Jeder Schuler war für eine eigene Station der Fertigungslinie verantwortlich. Anfangs wurden die einzelnen Stationen über eine Schaltertafel gesteuert.
So war es zum Beispiel möglich Schranken per Schalter zu öffnen und zu schließen oder das Fließband ein oder aus zu schalten.
Durch LEDs bekam der Benutzer eine Rückmeldung über die Aktivität der Motoren und verschiedene Lichtschranken und Sensoren.
Im nächsten Schritt wurden die Schaltafeln durch Controller ersetzt, die mit einem PC verbunden wurden. Wir bekamen durch den Kursleiter Herr Kramler eine Einführung in das Programm LabVIEW, mit dem es möglich ist sowohl Motoren und ähnliches zu steuern als auch von Sensoren erfasste Daten zu analysieren und verwerten.

Nach der Einführung programmierten wir virtuelle Schalter und LEDs, die die zuvor verwendete Schaltertafel ersetzen sollten. Somit war es durch Programmierung aller Funktionen der Fertigungsstation möglich diese „blind“ steuern zu können. Anschließend sollten wir die Fertigungslinie mit dem Programm automatisieren. Lichtschranken und Sensoren sollten erkennen ob ein Becher auf dem Band ist, welche Farbe dieser hat und wie er verarbeitet werden muss. Da sich dies trotz der Einführung in das Programm als nicht ganz einfach erwies, bekamen wir freundliche und geduldige
Unterstützung durch die Kursleiter. Wir versuchten uns zuerst einen möglichen Lösungsweg für die eigene Station zu überlegen und diesen im Anschluss durch das Programm umzusetzen.

Nach einiger Zeit hatten wir schließlich unser Ziel erreicht. Es war tatsächlich möglich die Fertigungsschiene zu starten und ohne weitere Befehle problemlos automatisch arbeiten zu lassen.
Somit endete unser heutiger Universitätstag, der nicht nur die technisch-interessierten Schüler begeistern konnte.
Felix Harst, TUM11

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